Wirtschaft :   NACHRICHTEN  

Metro-Chef will Karstadt nicht ganz

Düsseldorf - Die Übernahme der Karstadt-Warenhäuser durch Metro wird immer unwahrscheinlicher. Metro-Chef Eckard Cordes lehnte es erneut ab, alle 120 Karstadtfilialen zu übernehmen. Die Insolvenzverwalter der Warenhauskette wollen Karstadt hingegen nur komplett verkaufen. Sie fürchten eine Zerschlagung. Man werde für ein Gesamtpaket kein Angebot abgeben und nicht einmal die Bücher prüfen, solange der Insolvenzverwalter an dieser Lösung festhalte, sagte Cordes in einem Interview mit der „Wirtschaftswoche“. Der Metro-Chef würde gern ausgewählte Karstadt-Häuser in die Kaufhof-Kette integrieren. dpa

Weniger Lkw-Maut-Einnahmen

Berlin - Durch die Wirtschaftskrise hat der Bund deutlich weniger Einnahmen aus der Lkw-Maut als erwartet. Wie die „Wirtschaftswoche“ erfuhr, nahm der Bund 2009 rund 4,3 Milliarden Euro aus der Lkw-Maut ein. Die Bundesregierung hatte mit Einnahmen in Höhe von rund fünf Milliarden Euro gerechnet. Die Mauteinnahmen lagen 2009 aber 800 Millionen Euro höher als 2008. Der gesunkene Warentransport auf der Straße sei der Grund für die fehlenden Einnahmen. Zudem wurden mehr schadstoffarme Fahrzeuge eingesetzt, für die geringere Gebühren berechnet werden. dpa

Puma will sparen

Herzogenaurach/Paris - Der Sportartikelhersteller Puma will in den nächsten Monaten die Rentabilität seiner Läden überprüfen. Dabei sei auch die Schließung von Geschäften nicht ausgeschlossen, sagte ein Firmensprecher. Einen Bericht der französischen Zeitung „Le Figaro“, wonach Puma ein Drittel seiner Läden schließen wolle, wollte der Sprecher nicht bestätigen. Nach „Figaro“-Angaben will Puma bis 2011 150 Millionen Euro sparen. Puma gehört zu 69,4 Prozent dem französischen Luxusgüterkonzern PPR. 2009 waren Umsatz und Gewinn geschrumpft, schreibt „Le Figaro“. dpa

Sarkozy nimmt Einfluss bei Renault

Paris - Nach Protesten der französischen Regierung verzichtet Renault darauf, den Kleinwagen Clio künftig nur noch in der Türkei zu fertigen. Außerdem bekommt der Staat mehr Einfluss auf die Konzernstrategie: Die Regierungsvertreter im Verwaltungsrat sollen künftig im Strategieausschuss mitreden. Das sei „eine der Errungenschaften“ des Treffens von Präsident Nicolas Sarkozy mit Renault-Chef Carlos Ghosn am Sonnabend, sagte Industrieminister Christian Estrosi. dpa

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