Wirtschaft :   NACHRICHTEN  

Hotelpreise steigen

Berlin - Die niedrigere Mehrwertsteuer hat nicht zu flächendeckenden Preissenkungen in Hotels und Pensionen geführt. Im Gegenteil: In einigen Bundesländern wurde im Januar für eine Übernachtung mehr Geld verlangt als ein Jahr zuvor. In Hessen stiegen die Kosten im Schnitt um 4,5 Prozent, in Bayern um 2,4 Prozent und in Brandenburg um 2,0 Prozent. In Nordrhein-Westfalen fielen die Preise dagegen um 1,6 Prozent und in Sachsen um 0,6 Prozent. Die Mehrwertsteuer für das Beherbergungsgewerbe war am 1. Januar von 19 auf sieben Prozent gesunken. rtr

Kaum Frauen im Vorstand

Berlin - Die Vorstände deutscher Großunternehmen bleiben eine Männerdomäne. Der Frauenanteil im Topmanagement der 100 umsatzstärksten Firmen sank im vergangenen Jahr sogar von 1,3 Prozent auf 0,9 Prozent, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ermittelte. Nur vier von 441 Führungsposten waren von Frauen besetzt. Einziges weibliches Vorstandsmitglied im Deutschen Aktienindex (Dax) ist Siemens-Managerin Barbara Kux. rtr

Fiat macht zwei Wochen dicht

Turin - Aufgrund der schlechten Auftragslage hat Fiat für Ende Februar einen zweiwöchigen Produktionsstopp in seinen italienischen Werken angekündigt. Rund 30 000 Beschäftigte sind betroffen. „Genau zum falschen Zeitpunkt“, kommentierte Arbeitsminister Claudio Scajola die Entscheidung. Die konservative Regierung befindet sich in Verhandlungen wegen der drohenden Schließung des Fiat-Standorts auf Sizilien. Grund für den Produktionsstopp ist nach Angaben des Unternehmens eine Auftragslage, „die heute schlechter ist als Anfang 2009 in tiefer Wirtschaftskrise“. dpa

Fahrlässige Bayern LB

München - Die Bayern LB hat sich beim milliardenschweren Fehlkauf der österreichischen Bank Hypo Alpe Adria kaum gegen nachträglich auftretende Probleme abgesichert. Das Magazin „Profil“ veröffentlichte einen Entwurf des Kaufvertrags zwischen der Bayern LB und dem Land Kärnten vom 20. Mai 2007. Darin heißt es: „Der Verkäufer haftet aus dem Titel des Gewährleistungs- und Schadenersatzrechtes für die im gegenständlichen Punkt ausdrücklich getätigten Zusagen, jedoch nur im Falle von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.“ Ein derartiger Haftungsausschluss sei nach Meinung von Juristen unüblich. dpa

Mehr Bezieher von Sozialleistungen

Berlin - Immer mehr Menschen in Deutschland bekommen Sozialleistungen. Wie das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ermittelte, bezogen 2007 gut 42 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung Sozialleistungen, also Renten, Kurzarbeiter- und Arbeitslosengeld sowie andere Unterstützungen. Zwischen 1992 und 2007 seien drei Entwicklungen auffällig: Mehr Langzeitarbeitslose, mehr Alleinerziehende sowie mehr Kinder unter 15 Jahren, die Hartz IV beziehen. Auffällig sei ferner der hohe Anteil der Erwerbsfähigen, die inzwischen deutlich die größte Gruppe der Transferempfänger bildeten. Tsp

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