Wirtschaft :   NACHRICHTEN  

Tarifverträge auf dem Bau wackeln

Berlin - Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig hat die Klage der Fachgemeinschaft Bau gegen die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen im Baugewerbe für zulässig erklärt. Auf de Bau könne nun das gesamte Tarifgefüge außer Kraft gesetzt werden, erklärte Wolf Burkhard Wenkel, Geschäftsführer der FG Bau. Der Verband bezweifelt, dass 50 Prozent aller Beschäftigten im Baugewerbe in Betrieben arbeiten, die tarifgebunden sind. Das ist die gesetzliche Voraussetzung dafür, dass Tarifverträge allgemein verbindlich werden. Das Leipziger Gericht hatte zuvor entschieden, dass die Allgemeinverbindlichkeit des Post-Mindestlohns rechtswidrig ist. Tsp

Buffett spekuliert mit Munich Re

München - US-Investor Warren Buffett avanciert zum wichtigsten Aktionär der Munich Re (früher: Münchener Rück). Über eine Option habe Buffett die Möglichkeit, weitere 1,945 Prozent der Stimmrechte zu bekommen, teilte der Rückversicherer am Donnerstag mit. Damit würde der Milliardär seine Beteiligung an dem Konzern auf 5,029 Prozent ausbauen. Ein Paket dieser Größe hat an der Börse einen Wert von rund 1,1 Milliarden Euro. Spätestens am 11. März entscheidet sich, ob Buffett die Optionen ausübt und damit größter Anteilseigner wird. Bisher hat der US-Vermögensverwalter Blackrock mit 4,6 Prozent die meisten Stimmrechte. rtr

Nokia gewinnt Marktanteile

Helsinki - Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia schöpft neue Hoffnung und sieht sich auch gegenüber dem erfolgreichen Smartphone-Konkurrenten Apple wieder in der Spur. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, konnte es im Schlussquartal seinen Handy-Weltmarktanteil mit knapp 127 Millionen verkauften Geräten wieder leicht auf 39 Prozent steigern. Der Handy-Absatz legte im Jahresvergleich um zwölf Prozent zu. Mit 20,8 Millionen verkauften Smartphones und Netbooks stieg Nokias Marktanteil bei den margenträchtigen Hightech-Handys von 35 Prozent im dritten Quartal auf 40 Prozent. dpa

Motorola verkauft weniger Handys

New York - Der US-Handyhersteller Motorola hat im vierten Quartal deutlich weniger Handys verkauft. Der Absatz sank von 13,6 Millionen Stück im Vorquartal auf zwölf Millionen. Analysten hatten mit einem Absatz von 14,8 Millionen Mobiltelefonen gerechnet. Der Umsatz ging um 20 Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar zurück, der Gewinn betrug 142 Millionen Dollar. Im abgelaufenen Quartal hatte Motorola erstmals Handys mit dem Google-Betriebssystem Android verkauft. Damit wollte der Konzern Marktanteile auf Konkurrenten wie Nokia und Apple gutmachen, die er in den vergangenen Jahren eingebüßt hatte. rtr

Google-Klon in China aufgetaucht

Peking - Nach der Ankündigung des US-Internetkonzerns Google, sich in China nicht mehr selbst zensieren zu wollen und dafür auch einen Rückzug aus dem Land in Kauf zu nehmen, ist im Internet ein Imitat der chinesischen Google-Seite aufgetaucht. Die Seite namens „Goojje“ greift auf die Ergebnisse von google.cn und des chinesischen Anbieters Baidu zurück. „Wir waren alle traurig, dass sich Google zurückziehen könnte, deswegen beschlossen wir, zum Spaß ’Goojje’ zu schaffen“, sagte Entwickler „Xiao Xuan“, der seinen wahren Namen nicht nennen wollte. dpa

Renault macht Fernsehen

Paris - Der französische Autobauer Renault will mit einem eigenen Fernsehkanal Kunden anlocken. Der Konzern stellte den über Satellit ausgestrahlte Kanal Renault TV am Donnerstag vor. Renault sei der „erste Autohersteller mit einem eigenen Fernsehkanal“. Das Programm wird in Frankreich über Canalsat und in Großbritannien über Sky Guide ausgestrahlt. Es informiert über neue Modelle, technische Entwicklungen und Fahrtests. Auch Fan-Porträts, Kochrezepte und Freizeittipps will der Autohersteller den Zuschauern anbieten. AFP

USA und China streiten über Importe

Washington - Im Handelsstreit zwischen den USA und China sind nun chinesische Heizdecken ins Visier der US-Behörden geraten. Gewebte Wärmedecken seien von Herstellern und Exporteuren aus China bis zu fast 175 Prozent unter Marktpreis in die USA eingeführt worden, teilte das US-Handelsministerium am Mittwoch mit. Auf Grundlage dieser Daten sollten die Zollbehörden nun Gebühren für die Einfuhr erheben. Die USA und China streiten seit Monaten über ihre gegenseitigen Einfuhren. rtr

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