Wirtschaft :   NACHRICHTEN  

US-Wirtschaft wächst kräftig

Washington - Die US-Wirtschaft ist im letzten Quartal des Jahres 2009 deutlich stärker gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt der größten Volkswirtschaft der Welt legte aufs Jahr hochgerechnet nach ersten Schätzungen um 5,7 Prozent zu, teilte das US-Handelsministerium am Freitag mit. Analysten sprechen vom größten Wachstum seit sechs Jahren. In den drei Vormonaten hatte das Wachstum bei 2,2 Prozent gelegen. dpa

23 Millionen EU-Bürger ohne Arbeit

Brüssel - Trotz der Konjunkturerholung steigt die Zahl der Arbeitslosen in Europa auf Rekordhöhe. Im Dezember waren in den 27 EU-Ländern gut 23 Millionen Frauen und Männer ohne Job. Das waren 163 000 mehr als im Vormonat und 4,628 Millionen mehr als ein Jahr zuvor, wie Eurostat am Freitag in Brüssel mitteilte. Die um saisonale Verzerrungen wie das kalte Winterwetter bereinigte Arbeitslosenquote erreichte mit 9,6 Prozent den höchsten Stand seit Beginn der Statistik im Januar 2000. In den 16 Euro-Ländern lag die Quote mit 10,0 Prozent noch etwas höher. Deutschland gehört mit 7,5 Prozent zu den Staaten mit der niedrigsten Arbeitslosenquote. Die niedrigste Quote wiesen die Niederlande mit 4,0 Prozent aus, die höchsten Lettland mit 22,8 Prozent und Spanien mit 19,5 Prozent.dpa

Arbeitslose bekommen Kleinkredite

Barcelona - Die Europäische Union will arbeitslosen Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen stärker unter die Arme greifen. Geplant sei die Bereitstellung von Mikrokrediten zur Existenzgründung, teilte EU-Arbeits- und Sozialkommissar Vladimir Spidla am Freitag in Barcelona mit. Rund 100 Millionen Euro stünden dafür bereit, ergänzte er nach einem informellen Treffen der EU-Arbeits- und Sozialminister. Die Kredite sollen von der Europäischen Investitionsbank (EIB) an jugendliche Erwerbslose und Langzeitarbeitslose vergeben werden, die ein eigenes Geschäft aufmachen oder eine kleine Firma gründen wollen. dpa

Wolf ist zurück vom Golf

Berlin - Berlins Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) äußerte sich nach seiner Rückkehr am Freitag positiv über seine Reise an den Golf. In Dubai, Abu Dhabi und Saudi-Arabien hatte Wolf mit Regierungsvertretern über eine Zusammenarbeit in den Bereichen Krankenhausmanagement, Ausbildung und Wissenschaft gesprochen. In diesem Rahmen wurde auch die Kooperation zwischen Vivantes und der Al-Imam-Universität in Riad erneuert. Der Krankenhauskonzern liefert einen Beitrag zur Konzeption eines neuen medizinischen Universitätscampus in Riad. mho

Familienbetriebe sind optimistisch

Berlin - Mehr als ein Viertel der Familienunternehmer in Deutschland schätzen ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder sehr gut ein, fast zwei Drittel immerhin noch als befriedigend und ausreichend. Das ergab eine Umfrage unter 464 Mitgliedern des Verbands der Familienunternehmer, die am Freitag vorgelegt wurde. Die Zufriedenheit mit der Bundesregierung bewerteten sie jedoch nur mit der Schulnote 3,6. Knapp besser schnitt nur die FDP mit 3,4 ab. Die Mehrheit der Familienbetriebe (70 Prozent) plant im laufenen Jahr keine Entlassungen. 62 Prozent gaben an, auch die Zahl der Ausbildungplätze nicht zu verringern. mho

Hohe Bußgelder für Telefonwerbung Bonn - Call-Center und deren Auftraggeber müssen erstmals Bußgelder wegen unerlaubter Telefonwerbung zahlen. Die Bundesnetzagentur verhängte in neun Fällen Strafzahlungen von insgesamt 500 000 Euro, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Werbeanrufe ohne Einwilligung des Angerufenen sind seit einem halben Jahr verboten. Nach Angaben der Bundesnetzagentur gingen zwischen Juli und Dezember 2009 über 28 000 Beschwerden wegen ungebetener Telefonwerbung ein.dpa

Belgier demonstrieren wegen Opel

Berlin - Zehntausende Belgier haben am Freitag in Brüssel für Arbeit und sozialeGerechtigkeit demonstriert. Anlass war die Ankündigung des Autobauers Opel, das Werk in der flämischen Hafenstadt Antwerpen mit 2600 Mitarbeitern zu schließen. Unter den nach Polizeiangaben rund 27 000 Demonstranten seien Hunderte Opelaner gewesen, berichtete eine belgische Nachrichtenagentur. Sie trugen Schilder mit der Aufschrift „Wir sind wütend, wir wollen Arbeit“. dpa

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