Wirtschaft :   NACHRICHTEN  

Rückruf wegen Gaspedal-Panne

auch bei Peugeot und Citroën

Paris/Tokio - Nach Toyota ruft der französische Autokonzern PSA Peugeot Citroën zehntausende Autos wegen derselben Probleme mit dem Gaspedal zurück. Betroffen seien „weniger als 100 000“ in Tschechien gefertigte Peugeot 107 und Citroën C1, sagte ein PSA-Sprecher. Die Autos seien baugleich mit Toyotas Aygo. Toyota ruft in Nordamerika, China und Europa mehrere Millionen Autos zurück, bei denen die Gaspedale klemmen können. Darunter ist auch der Aygo. Der Autobauer hat sich für die Rückrufaktion entschuldigt.Toyota-Chef Akio Toyoda sagte in Davos, es tue ihm sehr leid, dass die Kunden beunruhigt wurden. Toyota wolle jetzt alle Fakten ermitteln und sie den Kunden erklären. dpa

Anwälte bereiten neue Sammelklage gegen Porsche vor

Stuttgart - Nach der gescheiterten Übernahme von VW durch Porsche bahnt sich ein weiteres juristisches Nachspiel an. Die Kanzlei CLLB aus München bereitet laut „Wirtschaftswoche“ gemeinsam mit einer internationalen Kanzlei für Investoren Klagen vor. Der Streitwert liegt nach Angaben des Rechtsanwalts Franz Braun im dreistelligen Millionenbereich. Porsche hatte sich mit schwer durchschaubaren Aktiengeschäften vor zwei Jahren die Mehrheit an VW gesichert und den Kurs zeitweise in die Höhe getrieben. US-Fonds hatten kürzlich die Porsche Automobil Holding verklagt. Sie machten einen Schaden von mehr als einer Milliarde Dollar geltend. Die Entlastung der Ex-Manager Wendelin Wiedeking und Holger Härter wurde auf der Hauptversammlung am Freitag wegen der Ermittlungen vertagt. dpa

Bayer-Chef Wenning:

„Wir sind noch nicht aus der Krise“

Davos - Bayer-Chef Werner Wenning hat sich dagegen gewandt, die besseren ökonomischen Daten in Deutschland überzubewerten. „Wir sind erst aus der Krise, wenn wir wieder mehr Beschäftigung schaffen. Es ist derzeit noch nicht möglich, von einem selbst tragenden Aufschwung zu sprechen“, sagte er dieser Zeitung. Deutschland müsse den Chancen neuer Technologien gegenüber aufgeschlossener werden und dürfe nicht nur auf die Risiken schauen. „Wir brauchen mehr Aufbruch in Deutschland – hier sind alle gefordert. Auch die Politik steht vor enormen Herausforderungen, deshalb gilt es, schnell zu handeln. Die Mehrwertsteuersenkung für Hotels war hoffentlich nur ein Ausrutscher, der sich nicht wiederholt.“ mod

Frankfurter Sparkasse

verliert erneut Lehman-Prozess

Frankfurt am Main - Die Frankfurter Sparkasse muss eine Anlegerin entschädigen, die bei ihr Zertifikate der Pleitebank Lehman Brothers gekauft hatte. Das hat das Frankfurter Landgericht entschieden (Az. 2-26 O 135/09). Die Bank müsse der Anlegerin 25 000 Euro sowie entgangene Zinsen erstatten. Nach Angaben des Frankfurter Anwalts Matthias Schröder hatten Sparkassen-Mitarbeiter die ehemalige Bankkauffrau angerufen und sie zu der Anlage überredet. Das Institut habe damit fast sechs Prozent Provision verdient. Darüber hätte es die Kundin informieren müssen, urteilte das Gericht. Tsp

Aldi und Lidl

wachsen nicht mehr

Nürnberg - Den Lebensmitteldiscountern ist es nach einer Studie des Nürnberger Marktforschers GfK 2009 nicht gelungen, ihre Marktanteile auszuweiten. Laut „Wirtschaftswoche“ schrumpfte Aldis Marktanteil von 19 auf 18,4 Prozent. Mehr als vier Prozent Umsatz büßte der Discounter in Deutschland ein, das war der bisher stärkste Einbruch. Auch Lidl konnte anders als in den Vorjahren kaum noch wachsen. Der Marktanteil stagnierte laut GfK bei 9,8 Prozent (2008: 9,7 Prozent). Als Ursache sieht GfK-Konsumforscher Wolfgang Twardawa neben dem Preiskampf auch Rückgänge im Geschäft mit Aktionsartikeln sowie Strukturprobleme. So würden sich die Discounter durch den Ausbau ihrer Filialnetze selbst Konkurrenz machen. dpa

Mehr als zehn Millionen Menschen übernachten in Jugendherbergen

Detmold - Die deutschen Jugendherbergen sind 2009 auf ein Plus von zehn Prozent bei den Übernachtungen gekommen. Mehr als zehn Millionen Menschen hätten dort übernachtet, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Jugendherbergswerkes, Bernd Dohn. Die Gesamtbettenzahl sei mit 75 000 in den 548 Herbergen stabil. „Wir prüfen aber, ob auch künftig alle Häuser, besonders die kleinen und abgelegenen, dauerhaft erhalten werden können“, kündigte Dohn an. Es gebe weniger Kinder und Jugendliche, zudem immer weniger Wanderer, die nicht in Gruppen unterwegs sind. dpa

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