Wirtschaft :   NACHRICHTEN  

Aigner nimmt Google ins Visier

München - Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner will rechtliche Schritte gegen den Straßenfoto-Dienst des US-Internetkonzerns Google prüfen. Google Street View sei „nichts anderes als die millionenfache Verletzung der Privatsphäre“, sagte die CSU-Ministerin dem „Focus“. Der Google-Dienst bietet 360-Grad-Bilder von Straßenzügen größerer Städte, für Deutschland ist der Dienst in Vorbereitung. Datenschützer kritisieren, dass die Fotos nicht nur die Gebäude und teilweise Gärten und Höfe, sondern auch Menschen und Autos zeigen, die sich zum Zeitpunkt der Aufnahmen auf den Straßen befinden. Eine ähnliche Initiative hatte kürzlich Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) angekündigt. AFP

Australier liefern Kohle für China

Sydney - Das australische Bergbauunternehmen Resourcehouse wird chinesische Kraftwerke mit Kohle im Wert von 60 Milliarden Dollar beliefern. Es sei der größte Exportauftrag in der Geschichte Australiens, erklärte Konzern-Chef Phil McNamara am Samstag. Der Vertrag laufe über 20 Jahre. Jährlich sollten 30 Millionen Tonnen Kohle für drei Milliarden Dollar an den Stromproduzenten China Power Investment Corporation geliefert werden. China gehört zu den größten Kohleproduzenten weltweit. Wegen der rasant wachsenden Nachfrage ist das Land dennoch auf immer mehr Einfuhren angewiesen. rtr

Opel-Manager bekommen Boni

Frankfurt am Main - Die Spitzenmanager des angeschlagenen Autobauers Opel können sich wieder Hoffnung auf Bonus- Zahlungen machen. Nachdem die Sonderzahlungen vergangenes Jahr krisenbedingt ausgefallen waren, sollen dieses Jahr wieder Boni gezahlt werden, sagte Opel-Betriebsratschef Klaus Franz am Samstag. Auch die Zehn-Prozent-Gehaltskürzung für Spitzenverdiener unter den Angestellten aus dem Vorjahr sei ausgelaufen. „Das kommt absolut zur Unzeit“, kritisierte Franz mit Verweis auf die Forderung des Managements, dass sich die Belegschaft mit 265 Millionen Euro an der Sanierung Opels beteiligen solle. dpa

Gute Chancen für Magna

Osnabrück - Die geplante Übernahme der Dachproduktion des insolventen Autobauers Karmann durch den Zulieferer Magna kommt voran. Nach intensiven Gesprächen sei der Antrag auf Prüfung kartellrechtlicher Fragen beim Bundeskartellamt eingereicht worden, sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters, Pietro Nuvoloni, am Samstag. Der Kauf sei aber noch nicht beschlossene Sache. Der Insolvenzverwalter halte sich nach wie vor alle Optionen offen, die Kartellbehörde habe sich im Vorfeld kritisch zu den Übernahmeplänen geäußert. dpa

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