Wirtschaft :   NACHRICHTEN  

DIW-Chef droht Machtverlust

Hamburg – Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) will seinen Chef Klaus Zimmermann nach „Spiegel“- Informationen teilweise entmachten. Das Magazin beruft sich auf den Entwurf einer neuen Institutssatzung, die auf einer Mitgliederversammlung Mitte März beschlossen werden soll. Zimmermann müsse danach wichtige Entscheidungen künftig mit dem designierten Kuratoriumschef abstimmen, dem Ökonomen und früheren Sachverständigenratschef Bert Rürup. Dazu zählten wichtige Personalfragen, die Einberufung von Mitgliederversammlungen sowie alle „Rechtsgeschäfte mit Vorstandsmitgliedern“. Gestärkt würden auch die Kompetenzen von Zimmermanns designiertem Vize, dem DIW-Ökonomen Alexander Kritikos. Der Berliner Rechnungshof hatte Zimmermann vorgeworfen, Steuergelder nicht ordnungsgemäß verwendet zu haben. Die wichtigsten Geldgeber des Instituts, zu denen der Berliner Senat sowie das Bundeswirtschaftsministerium gehören, halten die Vorwürfe nach „Spiegel“-Informationen aber nicht für gravierend genug, um Zimmermann zu entlassen. Stattdessen wollten sie nun die Kompetenzen des DIW-Chefs beschneiden, heißt es in dem Bericht. ddp

Milliardengewinn für die Bahn

Berlin/München - Die Deutsche Bahn hat nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“ im vergangenen Jahr einen Gewinn von etwa 1,8 Milliarden Euro eingefahren. Wie das Blatt unter Hinweis auf Kreise des Bahn-Aufsichtsrats berichtet, sei ursprünglich ein nur halb so hohes Betriebsergebnis eingeplant gewesen. Allein das Sparprogramm „reACT 09“ habe die Zahlen aber um 600 Millionen Euro verbessert. Ein Bahnsprecher wollte sich am Samstag auf Anfrage zu dem Bericht nicht äußern und verwies auf die Bilanzpressekonferenz des Unternehmens, die am 25. März in Frankfurt stattfinden wird. dpa

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