Wirtschaft :   NACHRICHTEN  

USA verlangen Schadenersatz von Toyota

New York/Köln - Nach Unfallopfern, Händlern und Autobesitzern verlangt nun auch der amerikanische Staat Schadenersatz von Toyota. Die Bezirksstaatsanwaltschaft von Orange County in Kalifornien reichte wegen der Pannenserie eine Zivilklage gegen den japanischen Autobauer ein. Toyota habe wissentlich defekte Autos verkauft und die Defekte absichtlich verheimlicht, warf Bezirksstaatsanwalt Tony Rackauckas dem Hersteller vor. Die Behörde wolle verhindern, dass Toyota weiter die Öffentlichkeit gefährde. Weltweit hat Toyota mehr als acht Millionen Autos zurückgerufen. Drei von vier betroffenen Fahrzeugen sind in den USA zugelassen. Analysten schätzen, dass die Pannenserie Toyota mindestens fünf Milliarden Dollar (3,7 Milliarden Euro) kosten wird. Die 13 Millionen Euro, die Toyota in Deutschland in die Reparaturen stecken muss, nehmen sich da verhältnismäßig klein aus. dpa

France Télécom soll Mitarbeiter in Gefahr gebracht haben

Paris - Ein Untersuchungsbericht zur Selbstmordserie bei der französischen Telefongesellschaft France Télécom erhebt schwere Vorwürfe gegen die mittlerweile abgelöste Konzernspitze. Der ehemalige Télécom-Chef Didier Lombard und zwei weitere Top-Manager sollen demnach das Leben der Beschäftigten mit ihrer Unternehmenspolitik unmittelbar in Gefahr gebracht haben. Die Gewerbeaufsicht schreibt in einem Bericht an die Justiz unter anderem von Mobbing-Methoden. Auf Warnungen von Gewerkschaften, Betriebsärzten und Krankenkassen sei völlig unzureichend reagiert worden, berichtete die Zeitung „Le Parisien“, der der Bericht zugespielt wurde. Seit 2008 nahmen sich nach Gewerkschaftsangaben mehr als 30 Mitarbeiter das Leben. dpa

Thyssen-Krupp-Tochter filmte Angestellte illegal

Neuss - Außendienst-Mitarbeiter einer Tochterfirma von Thyssen-Krupp sind im Auftrag der Geschäftsführung heimlich bei Verkaufsgesprächen gefilmt worden. Der Geschäftsführer der betroffenen Tochter Thyssen-Krupp Treppenlifte in Neuss sei bereits beurlaubt worden, sagte eine Konzernsprecherin am Samstag. Um die Jahreswende 2004/05 seien nach aktuellem Kenntnisstand vier Mitarbeiter heimlich gefilmt worden. Wie die „Neue Ruhr Zeitung“ aus Unternehmenskreisen erfahren haben will, sollen auch Berater von Konkurrenzfirmen in Gespräche gelockt und dort gefilmt worden sein. Nach dem Bericht geschah dies in Privatwohnungen. Die Landesdatenschutzbehörde habe die Praxis für unzulässig erklärt und spreche von Verstößen, die sich „schon im strafbaren Rahmen bewegen“ könnten. dpa

Apple zahlt Millionen-Bonus an Vertreter von Steve Jobs

Cupertino - Eine erfolgreiche Krankheitsvertretung für Apple-Chef Steve Jobs wird königlich entlohnt. Der für das operative Geschäft zuständige Manager Tim Cook, der 2009 knapp ein halbes Jahr für den Konzerngründer einsprang, bekommt einen Bonus von fünf Millionen Dollar und Optionen auf 75 000 Apple-Aktien im heutigen Wert von gut 17 Millionen. Das teilte Apple nach US-Börsenschluss der Börsenaufsicht SEC mit. Jobs, der als treibende Kraft hinter Apples Erfolgen wie dem Musikplayer iPod oder dem iPhone-Handy gilt, hatte im vergangenen Jahr eine neue Leber bekommen. Von Januar bis Ende Juni führte deshalb der 49-jährige Cook die Geschäfte. dpa

Deutschland hat zu viele Banken, sagt der ING-DiBa-Chef

Frankfurt am Main - Die zersplitterte deutsche Bankenlandschaft verhindert nach Ansicht von ING-DiBa-Chef Ben Tellings eine wirkliche Erneuerung nach der Finanzmarktkrise. „Wenn sich die deutsche Bankenlandschaft nicht fundamental ändert, werden wir die gleichen Probleme auch in Zukunft haben“, sagte der Vorstandsvorsitzende von Europas größter Direktbank. „Es ist unmöglich bei fast 2200 Banken in Deutschland nicht in Probleme zu geraten, denn alle wollen Gewinne machen.“ Die ING-DiBa legt an diesem Donnerstag ihre Bilanz für das vergangene Jahr vor. dpa

ING-DIBA AG]

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