NACHRICHTEN   :   NACHRICHTEN  

Hochtief-Chef klagt über Politik

Frankfurt am Main - Der im Übernahmekampf gegen ACS unterlegene Hochtief-Chef Herbert Lütkestratkötter will weiter für die Unabhängigkeit kämpfen. Die Hochtief AG, an der die spanische ACS nun gut 33 Prozent hält, werde durch den neuen Großaktionär „keine spanische Filiale“. Er wolle sich in Kürze mit ACS-Chef Perez treffen und sehen, „was man gemeinsam machen kann“, sagte Lütkestratkötter der „FAS“. In der „WAZ“ warf er der Politik vor, Hochtief nicht geschützt zu haben. „Eine Reihe von Politikern hat mir in Vier-Augen-Gesprächen ihr Bedauern über die Situation ausgedrückt, geändert hat sich aber nichts“, kritisierte Lütkestratkötter. rtr

Entspannung im Währungsstreit

Washington - Die USA haben in einem Bericht zur internationalen Wechselkurspolitik darauf verzichtet, Peking der Währungsmanipulation zu bezichtigen. Zur Begründung hieß es, die Aufwertung des Yuan habe sich beschleunigt. Zudem gebe es die Zusicherung der politischen Führung, die Binnennachfrage zu stärken und den Wechselkurs noch flexibler zu handhaben, teilte das US-Finanzministerium mit. Den Angaben zufolge legte die chinesische Währung seit Juni 2010 um 3,7 Prozent zu. Neben den USA hält auch die EU den Yuan für unterbewertet. China wird vorgeworfen, sich dadurch Handelsvorteile zu verschaffen. dpa

3,6 Milliarden Euro für Irland

Brüssel - Die erste Kreditzahlung des Euro-Rettungsfonds an Irland ist nach Informationen aus Kreisen etwas höher ausgefallen als geplant. Die Europäische Finanzstabilitätsfazilität (EFSF) habe 3,6 Milliarden Euro zu effektiven Kreditkosten von 5,9 Prozent an die Regierung in Dublin überwiesen, hieß es am Sonntag. Der Fonds hatte dazu am 25. Januar seine erste Anleihe im Volumen von fünf Milliarden Euro aufgenommen. „Dank der erfolgreichen Emission ist die an Irland überwiesene Summe höher als die vereinbarten 3,3 Milliarden Euro“, sagte ein Vertreter des EFSF. rtr

Ölkonzern mit Ex-BP-Chef geplant

London - Der nach der Explosion der Ölplattform Deepwater Horizon abgelöste frühere BP-Chef Tony Hayward soll eine neue Ölgesellschaft aufbauen. Er sei von Verantwortlichen des Staatsfonds aus Abu Dhabi gefragt worden, berichtete die „Sunday Times“. Der Fonds will mehrere Milliarden Dollar bereitstellen, um einen weltweit agierenden Öl- und Gas-Konzern zu schaffen. Der Staatsfonds wird auf ein Vermögen von bis zu 800 Milliarden US-Dollar geschätzt. dpa

Tui stellt Vertrieb neu auf

Hannover - Der Reiseveranstalter Tui stellt seine Exklusivangebote und den Vertrieb im preisgünstigen Massenmarkt neu auf. Zum einen ist ein gesonderter Zweig für „exklusive und margenstarke Hotelprodukte“ geplant, die Zahl der entsprechenden Häuser werde von 41 auf 136 zulegen. Schnäppchenangebote sollen dagegen über die neue Marke „Discount Travel“ vermarktet werden. Neben dem Online-Absatz setzt Tui auch auf neue Reisebüros. Bis 2015 soll es mit 800 Filialen doppelt so viele Geschäftsstellen geben wie bisher. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar