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Eine Goldene Aktie für EADS

Berlin - Der Einfluss der Bundesregierung auf den europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS soll durch einen juristischen Kniff gewahrt werden: Das Unternehmen arbeitet einem Magazinbericht zufolge mit seinen Hauptaktionären an der Einführung einer Goldenen Aktie. Die EADS-Führung habe die größten Anteilseigner Lagardère und Daimler sowie die Regierungen von Frankreich und Deutschland überzeugt, den beiden Regierungen auf diesem Weg ein besonderes Stimmrecht in strategischen Fragen einzuräumen, berichtete die „Wirtschaftswoche“. „Das ist die einzige mögliche Lösung des Problems“, zitierte das Magazin aus Aktionärskreisen: Ein Sprecher der Bundesregierung lehnte eine Stellungnahme ab. Der „Spiegel“ berichtete zudem, die Bundesregierung wolle Daimler mit einem staatlichen Förderprogramm für Elektroautos dazu bewegen, seine EADS-Aktien zu behalten. rtr

Siemens kommt nicht zur Ruhe

München - Siemens soll einem Magazinbericht zufolge in Brasilien Schmiergeld gezahlt haben. Ein ehemaliger Mitarbeiter behaupte, Siemens habe so an öffentliche Aufträge kommen wollen, meldete der „Spiegel“. Die Staatsanwaltschaft Sao Paulo ermittele seit 2008 gegen den Münchner Konzern. Ein Siemens-Sprecher sagte, dem Unternehmen seien keine Ermittlungen bekannt, weder gegen einzelne Mitarbeiter noch gegen das Unternehmen. Stein des Anstoßes seien drei Bahnprojekte in Sao Paulo und Brasilia aus dem Jahre 2000 für rund eine Milliarde Euro, berichtet der „Spiegel“ weiter. Dabei seien Bestechungsgelder in zweistelliger Millionenhöhe geflossen. rtr

Weitere Klage gegen Middelhoff

Essen - Die Zahl der Schadensersatzklagen gegen den früheren Arcandor-Chef Thomas Middelhoff steigt. Am Samstag wurde eine weitere Millionenforderung gegen ihn und andere Ex-Manager des 2009 zusammengebrochenen Konzerns bekannt. Ihnen wird – unter anderem – vorgeworfen, weit überzogene Bonuszahlungen und Abfindungen kassiert oder bewilligt zu haben. Kläger ist ein weiteres Mal Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg. Middelhoff bestreitet alle Vorwürfe und will Görg sogar wegen Prozessbetrugs verklagen. Der Insolvenzverwalter habe nach einer Schadensersatzforderung von 175 Millionen Euro eine zweite Klage im Umfang von 24 Millionen Euro beim Landgericht Essen hinterhergeschoben, sagte Görg-Sprecher Thomas Schulz. dpa

Intel baut Chipfabrik

Chandler - Der Halbleiterkonzern Intel baut für mehr als fünf Milliarden Dollar (3,7 Milliarden Euro) eine neue Chipfabrik in den Vereinigten Staaten. Die sogenannte „Fab 42“ werde am bestehenden Standort in Chandler im US-Bundesstaat Arizona entstehen, kündigte Konzernchef Paul Otellini während eines Besuchs von US-Präsident Barack Obama in einem anderen Intel-Werk an. Mitte des Jahres sollen die Bauarbeiten beginnen und 2013 beendet sein. Tausende Menschen würden bei der Fertigstellung und später im Betrieb Arbeit finden, versprach Intel. Weltweit beschäftigt der Konzern momentan rund 83 000 Menschen. Allein für dieses Jahr hat Intel um die neun Milliarden Dollar für Investitionen reserviert. In vier von fünf Computern weltweit steckt ein Prozessor von Intel. dpa

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