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Libysche Milliarden in Deutschland



Berlin - Bei deutschen Banken liegen nach einem „Spiegel“-Bericht mehr als zehn Milliarden Euro libyscher Herkunft. Allein bei der Bundesbank gebe es ein Konto mit einem libyschen Guthaben von 1,96 Milliarden Euro, berichtete das Magazin. Deutschland hatte im Vorgriff auf Sanktionsverschärfungen der EU libysche Guthaben auf deutschen Konten in Milliardenhöhe gesperrt, unter anderem bei der Deutschen Bank, der Commerzbank und bei der Bundesbank. Zur genauen Höhe der Guthaben wollten sich Wirtschaftsministerium und die Finanzaufsichtsbehörde Bafin nicht äußern. rtr



Weniger Rentenbeitrag ab 2012

Berlin - Die Bundesregierung will den Beitragssatz zur Rentenversicherung nach einem „Spiegel“-Bericht schon Anfang 2012 und damit zwei Jahre früher als geplant senken. Der Satz solle von derzeit 19,9 auf 19,6 Prozent festgesetzt werden, berichtete das Magazin. Mittelfristig könnte er bei guter Wirtschaftsentwicklung sogar auf 19,3 Prozent zurückgenommen werden. Ursprünglich war die Regierung davon ausgegangen, dass der Satz 2014 auf 19,3 gesenkt werden kann. dpa

Millionenbelastung bei der Dekabank

Frankfurt am Main - Die Dekabank muss sich wegen Unregelmäßigkeiten im Aktienhandel auf Millionen-Belastungen einstellen. Geschäfte mit Dividenden-Papieren seien eventuell nicht richtig abgerechnet worden, weshalb dem Institut ein Schaden von rund 50 Millionen Euro drohe, sagte ein Sprecher der Bank. Die Unregelmäßigkeiten sind demnach bei „Cum/Ex“-Transaktionen aufgetreten. Dabei verkaufen ausländische Aktionäre, die kein Anrecht auf Erstattung der Kapitalertragssteuer in Deutschland haben, Aktien mit Dividendenanspruch kurz vor der Hauptversammlung an eine inländische Bank. Der deutsche Käufer erhält den Erstattungsanspruch und gibt die Aktie nach der Ausschüttung an den Inhaber zurück. Die Dekabank kann nun aber womöglich keine Ansprüche auf Erstattung geltend machen, weil Fristen nicht eingehalten wurden.rtr

Wettbewerbshüter überprüfen Dupont

New York - Wettbewerbshüter in den USA überprüfen Geschäfte des US-Chemiekonzerns Dupont. Ein US-Gericht hat ein kartellrechtliches Verfahren gegen den BASF-Konkurrenten wieder aufgenommen. Kläger ist das südkoreanische Textilunternehmen Kolon, das Dupont eine Monopolisierung des Marktes für eine Kunststofffaser vorwirft. Dupont fordere von seinen Großabnehmern in langjährigen Lieferverträgen, 80 bis 100 Prozent der benötigten Para-Aramid-Fasern von ihnen zu kaufen, behauptet Kolon, das die Faser ebenfalls verkauft. rtr

BMW kauft mehr in Asien ein

Frankfurt am Main - Der Autokonzern BMW kauft immer mehr in Asien ein und drückt dadurch seine Materialkosten. „Wir haben seit 2007 bis jetzt insgesamt über vier Milliarden Euro eingespart und damit unser Ziel erreicht, uns auf Materialkostenseite auf Wettbewerbsniveau zu bewegen“, sagte BMW-Einkaufsvorstand Herbert Diess der „Automotive News Europe“. Seit 2009 hat BMW den Bezug von Materialien aus Asien den Angaben zufolge um etwa das Fünffache gesteigert. „75 Prozent des Einkaufsvolumens davon kommen aus China“, sagte Diess. rtr

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