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Ölpreis bringt Luftfahrt unter Druck

Berlin - Der anhaltend hohe Ölpreis bringt der internationalen Luftfahrt Verbandsangaben zufolge in diesem Jahr zusätzliche Belastungen von 27 Milliarden Dollar. „Da der Treibstoff so teuer wurde, steigt unsere Kerosinrechnung für das Jahr von 133 auf 160 Milliarden Dollar“, sagte der Chef des Branchenverbandes IATA, Giovanni Bisignani, der „Süddeutschen Zeitung“. „Das meiste davon müssen wir kompensieren, nur etwa 25 Prozent können wir als Preiserhöhung an die Passagiere weitergeben.“ Hart getroffen wurden die Fluggesellschaften außerdem

von den Unruhen in der arabischen Welt und der Atomkatastrophe in Japan. In der kommenden Woche wollen die Fluggesellschaften Lufthansa, Air Berlin, Easy Jet und SAS ihre Verkehrszahlen für Mai bekannt geben. Der IATA hat bereits gewarnt, es könne schwer werden, die Auslastung auf dem hohen Niveau des Vorjahres zu halten. rtr

Toyota produziert wieder normal

Seoul - Der Autohersteller Toyota rechnet damit, rund acht Monate nach der Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan zum Normalbetrieb zurückzukehren. Im November werde das Unternehmen wieder mit voller Kapazität arbeiten können, sagte Toyota-Präsident Akio Toyoda am Samstag. „Trotz anhaltender Nachbeben fahren wir die Produktion mit hoher Geschwindigkeit wieder hoch“, sagte er bei einem Besuch in Südkorea. In Japan werde die Fertigung noch in diesem Monat auf 90 Prozent gesteigert. Nach dem schweren Erdbeben im März kämpfte Toyota mit Lieferengpässen und Produktionsstopps. 2011 werden wohl fast eine Million weniger Fahrzeuge vom Band laufen als geplant. rtr

Gasprom prüft Kauf von Eon-Anteilen

Berlin - Der russische Energiekonzern Gazprom prüft eine Übernahme von Teilen des deutschen Eon-Konzerns. Mit Interesse verfolge Gazprom, dass der deutsche Energieversorger Unternehmensbeteiligungen im Milliardenwert verkaufen wolle, sagte Gazprom-Chef Alexej Miller der „Süddeutschen Zeitung“. Der Konzern wolle sein Geschäft in Deutschland ausbauen und sei bereit, einen Einstieg bei Eon oder dessen Gastochter Ruhrgas zu prüfen, sagte Miller. „Wir werden solche Angebote prüfen, die über reine Finanzinvestitionen hinausgehen und dem Konzern Mitsprache einräumen.“ Es gehe um strategische Investitionen oder Partnerschaften. Bislang aber habe es keine entsprechende Offerte von Eon gegeben, ergänzte Miller. Ob für Gazprom auch eine Mehrheitsübernahme von Ruhrgas in Frage kommt, habe Miller aber offengelassen, berichtete die Zeitung. rtr

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