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Großbanken müssen aufstocken

Basel/Frankfurt am Main – Die wichtigsten Banken der Welt sollen nach dem Willen ihrer internationalen Aufseher künftig mehr Eigenkapital vorhalten als andere. Der Baseler Ausschuss und die Gouverneure der entsprechenden Notenbanken und Aufsichtsbehörden aus 27 Ländern einigten sich auf einen Zuschlag von 1,0 bis 2,5 Prozent, wie das Gremium am Samstag in Basel mitteilte. Der zusätzliche Kapitalpuffer wird abgestuft nach der Systemrelevanz der Bank. Dabei spielen die Größe, die Vernetztheit mit anderen Finanzinstituten und die globale Reichweite eine Rolle. Welche Banken von den Auflagen betroffen sind, teilte der Baseler Ausschuss nicht mit. Im Vorfeld war von 25 bis 30 Instituten gesprochen worden, aus Deutschland gilt die Deutsche Bank als gesetzt. Auch die Commerzbank könnte betroffen sein. rtr

EU begrüßt Umbau der WestLB

Brüssel - Die EU-Kommission hat den Umbauplan für die Landesbank WestLB begrüßt. „EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia ist froh darüber, dass die Eigner der WestLB eine Einigung erreicht haben“, teilte eine Sprecherin am Freitagabend in Brüssel mit. Dies sei ein wichtiger Schritt nach vorne. Die EU-Kommission erwarte den Sanierungsplan aus Deutschland bis zum Ende des Monats. Zugleich versprachen die europäischen Wettbewerbshüter eine rasche Prüfung, ein Datum nannten sie aber nicht. Die einstmals größte deutsche Landesbank soll zerschlagen werden. dpa

Carstens sammelt Stimmen

Ottawa - Im Rennen um den Chefposten beim Internationalen Währungsfonds (IWF) hat der mexikanische Kandidat Agustín Carstens wichtige Unterstützer gewonnen. Kanada und Australien erklärten, Carstens sei aufgrund seiner Erfahrungen beim IWF, als mexikanischer Finanzminister und in seiner derzeitigen Funktion als Chef der mexikanischen Zentralbank „sehr gut geeignet“, sich den Herausforderungen der Weltwirtschaft zu stellen. Auch Chile sprach sich für Carstens an der Spitze des IWF aus. Neben Carstens kandidiert Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde. Die Entscheidung soll am 30. Juni fallen. rtr

Hacker setzen Citigroup zu

Bangalore - Durch den Hackerangriff auf die US-Großbank Citigroup sind einem Zeitungsbericht zufolge den Kunden Schäden in Millionenhöhe entstanden. Etwa 3400 Kreditkarteninhaber, deren Daten ausgespäht wurden, hätten Verluste von mehr als 2,7 Millionen Dollar erlitten, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise. Darüber habe das nach Bilanzsumme drittgrößte US-Institut diese Woche Regierungsvertreter informiert, heißt es in dem Bericht weiter. Von der Citigroup selbst war am Samstag keine Stellungnahme zu erhalten. dpa

Daimler: Carsharing mit E-Autos

Stuttgart - Die Daimler Carsharing-Tochter Car2go will nach Informationen der „Automobilwoche“ in wenigen Wochen erstmals reine Elektro-Fahrzeuge zur Miete anbieten. Es handele sich um einen Praxistest mit zunächst nur einer Handvoll Fahrzeugen. Eingesetzt werde der vollelektrische Smart-Fortwo. dpa

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