Wirtschaft :   UNTERNEHMEN  

SAP

Mehr Software, weniger Lizenzen

Der neue SAP-Chef Leo Apotheker hat dem Walldorfer Softwarekonzern trotz der Wirtschaftsflaute ehrgeizige Wachstumsziele für die nächsten fünf Jahre gesetzt. Der Umsatz mit Software und dazugehörigen Dienstleistungen solle bis 2014 verdoppelt werden, heißt es in einem Strategiepapier des SAP-Vorstands, dessen Existenz ein Sprecher am Montag bestätigte. 2008 lag der Umsatz mit Lizenzverkäufen, Wartung und Software-Abos bei 8,6 Milliarden Euro, für das laufende Jahr erwartet SAP einen stagnierenden Softwareumsatz und will 3300 Arbeitsplätze abbauen. Um das Ziel zu erreichen, müsste SAP ab 2010 um 15 Prozent pro Jahr zulegen. rtr

CARLSBERG

Feldschlößchen geht an Oettinger

Der dänische Carlsberg-Konzern verkauft seine Braunschweiger Tochter Feldschlößchen. Wie das Unternehmen in Kopenhagen mitteilte, übernimmt die bayrische Oettinger Brauerei GmbH Feldschlößchen zum 1. August. Ein Verkaufspreis wurde nicht genannt. Feldschlößchen selbst hatte den bevorstehenden Eignerwechsel schon letzte Woche angekündigt und erklärt, dass die 160 Arbeitsplätze in Braunschweig nicht in Gefahr seien. Carlsberg erklärte, dass der Verkauf „Teil der laufenden Optimierung der europäischen Netzwerkstruktur“ sei. Außerdem wolle man sich „in Deutschland stärker auf das Geschäft mit den profitableren Markennamen konzentrieren“. Die Dänen vertreiben neben ihrer heimischen Marke Duckstein, Holsten, Lübzer, Hannen, Gatz und Astra. dpa

GDF SUEZ

Einstieg bei Ostsee-Pipeline geplant

Beim geplanten Bau der Ostsee-Gaspipeline von Russland nach Deutschland rückt eine Beteiligung des französischen Energiekonzerns GdF Suez näher. In dieser Woche sollen die Franzosen und der russische Gaskonzern Gasprom in Paris Verhandlungen auf Expertenebene aufnehmen, wie die Moskauer Wirtschaftszeitung „Kommersant“ unter Berufung auf die Gazprom-Führung berichtete. Während Gazprom seine Mehrheit von 51 Prozent am Betreiberkonzern Nord Stream behält, sollen die deutschen Gesellschafter Eon und die BASF-Tochter Wintershall ihre Anteile reduzieren. Eine weitere Beteiligung hält die niederländische Gasunie. dpa

KARMANN

Insolvenzverfahren eröffnet

Knapp drei Monate nach dem Insolvenzantrag des Cabriospezialisten Karmann hat das Amtsgericht Osnabrück das Verfahren eröffnet. Das teilte der vom Gericht bestellte Insolvenzverwalter, der Frankfurter Rechtsanwalt Ottmar Hermann, am Montag mit. Er strebe den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze an, sagte Hermann laut Mitteilung: „Trotz des schwierigen Marktumfeldes im gesamten Automobilsektor sehen wir Chancen für die Restrukturierung.“ Insgesamt sollen rund 1500 Jobs erhalten bleiben, erläuterte ein Sprecher Hermanns. Allerdings stehe die Entlassung von 300 Mitarbeitern in nächster Zukunft schon fest. Karmann hatte am 8. April einen Insolvenzantrag gestellt. dpa

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