Wirtschaft : 16 Prozent weniger Technologiefirmen gegründet

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Berlin - Die Zahl der Unternehmensgründungen in der Hightechbranche ist in Deutschland im vergangenen Jahr stark zurückgegangen. Dies geht aus einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag von Microsoft und dem Wirtschaftsmagazin Impulse hervor, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Demnach sank die Zahl der Gründungen um 16 Prozent von 18 400 im Jahr 2004 auf 15 400 im Jahr 2005. „Das seit mehr als einem Jahrzehnt geringe Wirtschaftswachstum in Deutschland eröffnet für junge Unternehmen keine Perspektiven“, sagte Georg Licht, Leiter des Forschungsbereichs Industrieökonomik der ZEW.

Die für die Studie befragten 1000 Unternehmer nannten als wesentliche Hemnisse bei der Gründung die Finanzierung. Die Politik müsse deshalb der Gründungsförderung eine höhere Priorität einräumen, sagte Licht. Es bestehe bei den Gründungen außerdem ein hoher Beratungsbedarf, denn oft mangele es an betriebswirtschaftlichen Kenntnissen.

Unter den Gründungen überwiegen technologieintensive Dienstleistungen wie Softwareentwicklung mit 87 Prozent. Acht Prozent bewegen sich auf dem Gebiet der höherwertigen Technik, wie Chemie oder Maschinenbau. Nur 4,9 Prozent der Unternehmen wurden im Bereich der Spitzentechnologie wie der Biotechnik oder Elektronik gegründet. Wer den Schritt zu einer Gründung gewagt hat, blickt positiv in die Zukunft. Knapp 85 Prozent der befragten Unternehmer erwarten eine Verbesserung der wirtschaftlichen Perspektive. hez

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