Wirtschaft : 1800 Mitarbeiter direkt betroffen - Banken verweigern weitere Kredite

Der Nähmaschinenbauer Pfaff steht vor der Unternehmenspleite. Wegen akuter Zahlungsunfähigkeiten beantragte der Vorstand der G. M. Pfaff AG am Montagnachmittag beim Amtsgericht Kaiserslautern das Insolvenzverfahren. Davon direkt betroffen sind nach neuen Angaben des Insolvenzverwalters Robert Wieschemanns 1800 Beschäftigte in Kaiserslautern und Karlsruhe. In der vergangenen Woche war bei Pfaff eine Liquiditätslücke von 30 Mill. DM aufgetreten. Die Geldhäuser verweigerten jedoch weitere Kredite über die ohnehin bestehenden Finanzschulden von 180 Mill. DM hinaus. "Der Umsatz- und Ertragseinbruch war dramatisch", hieß es am Bankenplatz Frankfurt. Zudem bemängelten die Gläubiger die Informationen des Vorstandes als zu dürftig. Auch die undurchsichtigen Beziehungen zur Pfaff-Muttergesellschaft Singer und deren Eigentümer führte bei den Banken zum Wochenanfang zu der Entscheidung, keine neuen Kredite zu gewähren.

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