19.000 Gasherde betroffen : BSH kommt bei Rückruf voran

Bereits 2500 Geräte sind repariert, sagt das Unternehmen. Herde können explodieren.

Solveig Gode
Gefährliches Gas: Gas-Standherde der Marken Bosch und Siemens aus dem Produktionszeitraum August 2006 bis Oktober 2011 können explodieren.
Gefährliches Gas: Gas-Standherde der Marken Bosch und Siemens aus dem Produktionszeitraum August 2006 bis Oktober 2011 können...Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der Haushaltsgerätehersteller BSH kommt mit der Reparatur explosionsgefährdeter Gas-Standherde voran. Bereits 2500 der rund 19 000 in Deutschland betroffenen Geräte konnten repariert werden, sagte eine Unternehmenssprecherin dem Tagesspiegel auf Anfrage. 600 weitere Reparaturen seien in Planung.

Betroffen sind Verbraucher, die einen Gas-Standherd der Marken Bosch und Siemens aus dem Produktionszeitraum August 2006 bis Oktober 2011 besitzen. Auf der Internetseite www.gascookingsafety.com können Kunden ihre Gerätedaten eingeben und prüfen, ob ihr Produkt von diesem Sicherheitshinweis betroffen ist. „Insbesondere werden auch diejenigen Kunden um erneute Überprüfung ihres Gerätes gebeten, die ihre Gerätedaten schon einmal überprüft haben und bei denen ein Austausch des Gasanschlussteils bisher nicht notwendig war“, betonte die Sprecherin weiter. BSH bietet den Besitzern eines gefährdeten Gerätes einen kostenfreien Austausch des Anschlussteils vor Ort durch einen Servicetechniker an. Mögliche Betroffene können sich derweil schützen, indem sie bis zum Austausch des Anschlussteils den Herd nicht benutzen und die Gaszufuhr ganz abdrehen.

Grund für die Rückrufaktion ist die mögliche Beschädigung eines Gasanschlussteils, durch das es zu einem unkontrollierten Gasaustritt und in Ausnahmefällen zu einer Explosion kommen kann.

Mitte Februar hatte BSH die Rückrufaktion auf Basis weiterer interner Qualitätsprüfungen auf den Produktionszeitraum August 2006 bis Oktober 2011 ausgeweitet. Gestartet war der Rückruf bereits im Oktober 2016, hatte zu diesem Zeitpunkt jedoch nur Geräte umfasst, die zwischen Januar 2009 und Oktober 2011 produziert wurden. Weltweit sind insgesamt rund 1,5 Millionen Geräte betroffen. Im Sommer letzten Jahres war es bei einem Herd zu einer Explosion gekommen, bei der es einen Verletzten gegeben hatte. Es sei jedoch bei diesem einen Vorfall geblieben, sagte die Sprecherin.

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