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2,9 Millionen bundesweit ohne Job : In Berlin steigt die Nachfrage an Arbeitskräften

Die Arbeitslosenquote in Deutschland stagniert, die Frühjahrsbelebung fällt schwach aus. Berlin entwickelt sich besser als der Durchschnitt - bleibt aber das Land mit der höchsten Quote.

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Mit Pappfiguren werben die Arbeitsagenturen für verschiedene Ausbildungsberufe.
Mit Pappfiguren werben die Arbeitsagenturen für verschiedene Ausbildungsberufe.Foto: dpa

In Berlin hat sich der Arbeitsmarkt im Juni besser entwickelt als der bundesweite Durchschnitt. Insgesamt waren in der Hauptstadt im zu Ende gehenden Monat 208.780 Arbeitslose gemeldet, 4093 weniger als im Mai und 3134 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank zum Mai um 0,2 Punkte auf 11,6 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch 0,4 Punkte höher gelegen, wie die regionale Arbeitsagentur für Berlin und Brandenburg am Donnerstag mitteilte.

Bundesweit sank die Zahl der Arbeitslosen zum Vormonat zwar auch: um 72.000 auf 2,865 Millionen. Verglichen mit dem Vorjahresmonat waren es jedoch 56.000 mehr, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote ging um 0,2 Punkte auf 6,6 Prozent zurück. Im Juni 2012 hatte sie ebenfalls 6,6 Prozent betragen.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften gab im Juni weiter nach. Aktuell sind 437.000 offene Stellen bei den Arbeitsagenturen gemeldet, das sind 62.000 weniger als vor einem Jahr. Auch hier entwickelt sich Berlin besser als der Durchschnitt. „Die Berliner Unternehmen meldeten den Arbeitsagenturen und Jobcentern im Juni ins-gesamt 6362 neue Arbeitsstellen“, sagte Dieter Wagon, Leiter der Berlin-Brandenburger Regionaldirektion. Das waren 16 Prozent mehr als im Vormonat und elf Prozent mehr als vor einem Jahr.

Dennoch hat die Hauptstadt im Ländervergleich nach wie vor die höchste Arbeitslosenquote. Der Abstand zum Vorletzten Mecklenburg-Vorpommern vergrößerte sich sogar.

BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise zeigte sich mit der Entwicklung im Bund zufrieden: „Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich alles in allem in einer guten Verfassung. Er entwickelt sich trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds robust.“ Im Zuge der auslaufenden Frühjahrsbelebung sei die Arbeitslosigkeit im Juni weiter gesunken, erläuterte Weise. Insgesamt sei der Rückgang in den Frühjahrsmonaten diesmal aber schwächer ausgefallen als in den Vorjahren.

Saisonbereinigt sank die Arbeitslosenzahl in Deutschland im Juni um 12.000 auf 2,943 Millionen. Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl ging sowohl im Westen als auch im Osten um jeweils 6000 zurück. (mit dpa)

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