Wirtschaft : 2000 Siemensianer in Berlin betroffen

IG Metall wehrt sich gegen Pläne BERLIN (alf).Im Streit um die Ausgliederung von Unternehmensbereichen aus dem Siemens-Konzern und die damit einhergehende Verschlechterung der Arbeitsbedingungen zeichnet sich kein Kompromiß ab.Der für die Berliner IG Metall an den Verhandlungen teilnehmende Heribert Karch sagte am Montag gegenüber dem Tagesspiegel, die Parteien "liegen meilenweit auseinander".In Berlin wären von den Plänen rund 2000 Mitarbeiter betroffen, und zwar aus den Bereichen Technische Dienste (1200 Beschäftigte), Private Netze/Montage (550) und Gebäudetechnik (350).Wenn sich die Konzernleitung mit ihren Pläne durchsetze, bedeute dies für die Betroffenen laut Karchs Berechnungen monatlich rund 550 DM netto weniger.Ferner solle das Weihnachtsgeld um ein Drittel gekürzt und die Wochenarbeitszeit um zwei Stunden verlängert werden.Ohne eine Beschäftigungsgarantie werde sich die IG Metall auf keinen Kompromiß einlassen, betonte Karch.Am Beispiel der Technischen Dienste werde die Gefahr für die Arbeitsplätze deutlich: In den vergangenen fünf Jahren sei die Belegschaft deutschlandweit um 10 000 auf 14 000 reduziert worden, gleichzeitig habe die Produktivität um 51 Prozent zugelegt.Nach einer Vorgabe der Siemensspitze soll künftig die Produktivität um weitere zehn Prozent pro Jahr steigen, der Stellenabbau würde sich fortsetzen.Die nächste Verhandlungsrunde zwischen Unternehmen und Gewerkschaft ist am kommenden Mittwoch.

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