Wirtschaft : „2014 wird ordentliches Exportjahr“ Deutsche Ausfuhren auf Rekordniveau

Wiesbaden/Hannover - Für die deutschen Exporteure ist 2013 eher ein Jahr zum Vergessen. „Nüchtern gilt es festzuhalten, dass der deutsche Außenhandel im Jahresverlauf stagniert – trotz des Monatsrekords im Oktober“, sagt der sonst eher optimistische Chef des Außenhandelsverbands BGA, Anton Börner. Dabei machen die Oktoberzahlen der Statistiker Mut. Die Ausfuhren erreichten den Monats-Spitzenwert von 99,1 Milliarden Euro. Und auch wenn nach den ersten zehn Monaten unterm Strich noch ein Minus von 0,7 Prozent zu 2012 steht: Mit dem dritten Monatsplus in Folge scheint die Trendwende geschafft.

DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier ist von Zuwächsen auch im November und Dezember überzeugt: „Wir sind am Beginn eines Aufschwungs der Weltkonjunktur.“ Dank der Erholung in den Eurokrisenländern, dem starken Wachstum in Mittel- und Osteuropa sowie der anziehenden Konjunktur in Schwellenländern und den USA steht für Treier fest: „2014 wird ein ordentliches Exportjahr.“ Die Exportwirtschaft wird ihre Rekordjagd also nach einem Jahr Verschnaufpause wieder aufnehmen. Der DIHK erwartet ein Plus von vier Prozent, die Commerzbank rechnet mit 5,2 Prozent.

Wegen der benötigten Rohstoffe und Vorleistungsgüter dürfte auch die Importnachfrage steigen. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) sieht den Industriestandort Deutschland allerdings durch ernste Versorgungsengpässe bei Rohstoffen bedroht. In den kommenden Jahren könnte die Planungssicherheit der Unternehmen eingeschränkt werden, warnte die Bundesanstalt in einem am Montag veröffentlichen Bericht zur Lage der Rohstoffversorgung.

Vorerst werden vor allem aber die europäischen Nachbarländer von der steigenden Nachfrage aus Deutschland profitieren, glaubt DIHK-Ökonom Treier: „Mit der steigenden Investitionstätigkeit tragen wir zur europäischen Gesundung bei.“ Auch im Oktober stiegen die Importe stärker als die Exporte. Die EU-Kommission hatte Deutschland wegen seiner Exportüberschüsse an den Pranger gestellt. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben