Wirtschaft : 3,7 Mill.DM Kartellstrafe gegen Schilderhersteller

BERLIN (AP).Das Bundeskartellamt hat insgesamt 3,7 Mill.DM Bußgeld gegen zehn Hersteller von Verkehrsschildern verhängt, die Preisabsprachen getroffen haben sollen.Es ist das bisher höchste Bußgeld der Berliner Behörde in diesem Jahr.Die Absprachen sollen während der Jahre 1993 bis 1997 gelaufen sein, wie das Kartellamt am Dienstag mitteilte.Die Bescheide seien aber noch nicht rechtskräftig.Die Mehrzahl der deutschen Anbieter, darunter die wichtigsten Unternehmen der Branche, haben sich den Angaben zufolge seit Jahren über ihr Angebotsverhalten bei öffentlichen Ausschreibungen abgesprochen.Dabei sei festgelegt worden, welche Firma das Mindestangebot abgeben solle.Diese Absprachen hätten sowohl die Jahresausschreibungen der verschiedenen Straßenbaubehörden, Autobahnämter, Landkreise und Städte als auch Ausschreibungen einzelner Aufträge betroffen.Die Praxis verlief so: Das an einem Auftrag interessierte Unternehmen habe rechtzeitig vor der Abgabe eines Angebots in Frage kommende Konkurrenten angesprochen, die höhere Preise angeben sollten.Die angesprochenen Unternehmen hätten solche "Schutzangebote" in der Regel zugesagt, aber Gegenleistungen bei künftigen Ausschreibungen oder prozentuale Beteiligungen verlangt.

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