Wirtschaft : 30-Stunden-Woche im Rahmen des Tarifs

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Für OpelBetriebsratschef Klaus Franz ist es ein „industriepolitisches Signal“. Nicht in erster Linie, weil damit der Abbau von 1200 Arbeitsplätzen verhindert wird, sondern weil sich das Ganze auf der Basis des Flächentarifvertrages vollzieht, der angeblich nur enge Grenzen lässt. Die Reduzierung der Wochenarbeitszeit bei Opel von 35 auf 30 Stunden bei nur zum Teil reduzierten Bezügen zeigt, dass das Rahmenwerk viel Spielraum lässt. Das gilt auch für die Regelung für die Mitarbeiter, die nicht kürzer treten. Sie leisten drei unbezahlte Arbeitsstunden im Monat und finanzieren damit die 2,4 Stunden, die Opel den 30-Stunden-Beschäftigten über diese Arbeitszeit hinaus bezahlt. Auch Personalchef Norbert Küpper ist zufrieden: Denn mit dieser Regelung kann Opel gut und teuer ausgebildete Mitarbeiter halten. Die 30-Stunden-Woche in Rüsselsheim zeigt: Wenn sich Vorstand und Betriebsrat der General-Motors-Tochter auf Wege einigen, steht der Flächentarif nicht im Weg. „Die Eckpunkte sind weit gezogen, im Übrigen liegt bei Opel so ziemlich alles über Tarif“, sagt Firmensprecher Ulrich Weber. Auch deshalb konnten sich beide Seiten in den neunziger Jahren zwei Mal auf weit reichende Standortverträge einigen. Und im letzten Jahr auf eine Vereinbarung über Lohn- und Gehaltserhöhungen, Weihnachtsgeld und Sonderzahlungen sowie über den Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen bis 2005. ro

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