Wirtschaft : 3000 neue Arbeitsplätze bei Audi

Beste Bilanz in der Unternehmensgeschichte / Investitionen der VW-Tochter auf Rekordhöhe MÜNCHEN (dpa).Audi war 1997 auf Rekordfahrt und arbeitet derzeit an der Kapazitätsgrenze.Nach einem Umsatzplus von 19,2 Prozent auf 22,4 Mrd.DM im vergangenen Jahr und 1,11 Mrd.DM Gewinn vor Steuern (plus 29 Prozent) soll 1998 der Umsatz erneut zweistellig steigen und die Ertragskraft weiter wachsen.Dies kündigte der Vorstandsvorsitzende der Audi AG, Franz-Josef Paefgen, am Dienstag in München an.In den vergangenen drei Jahren habe Audi in Deutschland rund 3000 Mitarbeiter eingestellt.Der zur Volkswagen-Gruppe gehörende Audi-Konzern will zwischen 1998 und 2002 rund elf Mrd.DM investieren.Das wäre das höchste Volumen in der Unternehmensgeschichte.Zwei Drittel der Gelder sollen in neue Modelle fließen.So will Audi 1999 im Werk Neckarsulm einen kleinen Audi mit Aluminium-Karosserie mit jährlich über 50 000 Stück bauen.Das Fahrzeug sei auch die Grundlage für ein Drei-Liter-Auto.Im Herbst fährt das neue Sportcoupé Audi TT im ungarischen Werk Györ vom Band und 1999 wird der Audi TT Roadster vorgestellt.Bei der Audi do Brasil in Curitiba wird von 1999 an der A3 produziert.Audi plane keine Erweiterung der Modellpalette nach oben, falls VW bei Rolls-Royce den Zuschlag erhalten sollte, sagte Paefgen.Audi verkaufte 1997 insgesamt 546 436 Autos, elf Prozent mehr als im Vorjahr.In Deutschland wurden 238 735 Fahrzeuge (plus 9,6 Prozent) abgesetzt.Auch 1998 will der Audi-Konzern insgesamt mehr Autos verkaufen.Es wird ein Zuwachs im einstelligen Prozentbereich erwartet, sagte Paefgen.Große Hoffnungen setzt Audi auf den US-Markt.Nachdem 1997 der Absatz um 25 Prozent auf 34 160 Autos stieg, wird für 1998 ein US-Absatz von 40 000 Fahrzeugen erwartet.Damit würden die USA nach Deutschland wieder der zweitgrößte Absatzmarkt.1997 stieg der Marktanteil in Deutschland von 6,1 auf 6,8 Prozent. Der Audi-Konzern produzierte 1997 insgesamt 557 777 Autos, 13,5 Prozent mehr als im Vorjahr.Der größte Anteil entfiel auf den Audi A4 (283 250), gefolgt vom A3 (128 183) und dem A6 (122 083).Die Produktion für das Topmodell A8 stieg um 40 Prozent auf 15 507.Im ersten Quartal 1998 lag der Konzernumsatz mit 6,5 Mrd.DM um etwa 29 Prozent über dem Vorjahr und die Fahrzeugproduktion stieg um 13 Prozent.Durch die vollen Auftragsbücher - Audi wird 1998 voraussichtlich in den Werksferien die Produktion weiterlaufen lassen - stieg auch die Beschäftigtenzahl.In der Audi AG mit den Werken Ingolstadt und Neckarsulm lag Ende 1997 die Mitarbeiterzahl mit 36 216 um gut 2000 über dem Vorjahreswert. Nachdem 1997 die Umsatzrendite von 4,6 auf fünf Prozent kletterte (DVFA-Ergebnis pro Aktie plus 64 Prozent auf 154 DM), strebt Paefgen als "strategisches Ziel" eine Rendite von 6,5 Prozent an.Der Rekordgewinn vor Steuern 1997 schlägt sich durch höhere Abgaben an den Fiskus (745,4 nach 560,3 Mill.DM) und Gewinnabführungen an Volkswagen (180 nach 125 Mill.DM) nicht direkt im Konzern-Jahresüberschuß nieder, der von 177 auf 187 Mill.DM stieg.Den rund ein Prozent freien Aktionären soll eine Dividende von zwölf (Vorjahr neun) DM gezahlt werden.

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