Wirtschaft : 4,26 Euro für einmal Geld abheben

Berlin - Die Abhebegebühren an Geldautomaten von Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind für Kunden fremder Institute nach Angaben der Bundesregierung bislang kaum gesunken. Sparkassen verlangen von Fremdkunden im Schnitt 4,26 Euro pro Abhebung, Genossenschaftsbanken 3,90 Euro, hieß es in einer am Freitag in Berlin veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der SPD-Bundestagsfraktion. Die privaten Banken hatten sich 2010 auf eine Gebührenobergrenze von 1,95 Euro verständigt. Die Bundesregierung berief sich bei ihrer Antwort auf Zahlen des Bundeskartellamtes.

Nach massiver öffentlicher Kritik an hohen Abhebegebühren hatte sich die Kreditwirtschaft seinerzeit nicht auf die Einführung einer einheitlichen Gebührenobergrenze fürs Geldabheben an fremden Bankautomaten verständigen können. Stattdessen einigte sich die Branche darauf, Verbrauchern beim Abheben an den Geldautomaten fremder Institute oder Finanzgruppen künftig die Höhe der anfallenden Gebühren direkt anzuzeigen.

Im Bundesverbraucherministerium hält man diese Preistransparenz für einen Erfolg. „Auch wenn manche Banken den Fremdkunden noch immer zu tief in die Tasche greifen – bundesweit ist das Gebührenniveau deutlich gesunken“, betonte Sprecher Holger Eichele. Die Zeiten, in denen einzelne Institute zehn oder 20 Euro für eine Abhebung genommen hätten, seien vorbei. Heute liege die Spitze bei maximal sechs Euro. AFP/hej

2 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben