4. Stiftungstag : Das Rote Rathaus öffnet sich für alle Engagierten

So facettenreich die Gesellschaft, so unterschiedlich sind die Gäste, die auf dem 4. Stiftungstag zusammenkommen. Am Freitag präsentieren sich fast 100 Stiftungen in Berlin.

von

Da trifft eine Ärztin für Obdachlose auf die zukünftigen Bauherren des Humboldt-Forums, auf Musikbegeisterte, Freunde historischer Friedhöfe, Rassimusgegner und Telefonseelsorger. Fast hundert Stiftungen präsentierten sich am Freitag, 12. November von 10 Uhr 30 bis 17 Uhr im Roten Rathaus. Die steigende Zahl von Stiftungsneugründungen in Berlin spiegelt sich auf dieser alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung wider: Die Teilnehmerzahl ist gestiegen. Damals hatten sich 65 Stiftungen beteiligt. Als Ausblick auf das „Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit“ 2011 wurden einige Stiftungen eingeladen, die europaweit arbeiten. Organisiert wird der Tag von der Senatskanzlei.

Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Expertenvorträgen soll steuerliche und rechtliche Fragen klären. Die Experten sind Anwälte, Fundraiser, oder kommen aus der Senatsverwaltung für Justiz und dem Finanzamt. Finanzsenator Ulrich Nußbaum fragt sich in seinem Vortrag: „Milliardäre geben Milliarden. Werden Stiftungen zu mächtig?“ Hedda Hoffmann-Steudner vom Bundesverband Deutscher Stiftungen erklärt, wie man eine Stiftung überhaupt gründet. Auf der Bühne im Wappensaal stellen sich zudem zehn ausgewählte Stiftungen mit ihrer Arbeit vor.

„Wir wollen mit dieser Veranstaltung bürgerschaftliches Engagement ehren“, sagt Koordinatorin Karin Geißler und Mitarbeiterin der Senatskanzlei. Stiftungen, Ehrenamtliche und potenzielle Stifter sollen sich an diesem Tag austauschen können. Grundsätzlich steht das Rathaus an diesem Tag aber allen interessierten Berlinern und Berlinerinnen offen.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Nähere Informationen unter: www.berlin.de/buergeraktiv/stiftungen/stiftertag.html

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben