Wirtschaft : 40 Millionen Mark Gewinn trotz sinkender Bauleistung

Der Mannheimer Baukonzern Bilfinger + Berger ist aus den roten Zahlen heraus. Nach einem Verlust von knapp 91 Millionen Mark 1998 habe das Unternehmen 1999 einen Gewinn von 40 Millionen Mark erwirtschaftet, teilte die Bilfinger + Berger Bauaktiengesellschaft am Mittwoch mit. Wie im Vorjahr schrumpfte jedoch auch 1999 die Bauleistung des Konzerns: Sie sank um vier Prozent auf 8,97 Milliarden Mark (4,59 Milliarden Euro). Zur Kostensenkung will der Konzern die Zahl seiner Niederlassungen in Deutschland von bisher 35 reduzieren. Für 2000 erwartet B + B eine "positive Entwicklung" des Jahresüberschusses. Ein Minus verbuchte B + B auch bei den Neuaufträgen, die um sechs Prozent auf 8,45 Milliarden Mark zurückgingen. Der Auftragsbestand sank um sechs Prozent auf 7,91 Milliarden Mark. Ursache sei die schwache Nachfrage in Fernost. Im In- und Ausland gingen die Neuaufträge im Bereich Bauen um je neun Prozent zurück. Eine Zunahme der Neuaufträge gab es nur in den Geschäftsfeldern Entwickeln und Betreiben sowie der Umwelttechnik. In Deutschland erwirtschaftete B + B 45 Prozent seiner Gesamtleistung.

Das operative Ergebnis, das 1998 ebenfalls ins Minus gerutscht war, sei wieder positiv, sagte Konzernsprecher Michael Weber. B + B habe 1999 unter anderem aus Steuerrückzahlungen außerdem Sondererträge von 100 Millionen Mark verbucht. "Die sind aber für die Bilanzvorsorge verwendet worden und nicht in den Jahresüberschuss eingeflossen", sagte Weber. In Taiwan hofft B + B auf einen neuen Großauftrag mit einem Volumen von mehr als einer Milliarde Mark beim geplanten Bau einer Hochgeschwindigkeitseisenbahn.

Hauptsächlich wegen der Fertigstellung mehrerer Großaufträge im Ausland schrumpfte die Zahl der Mitarbeiter zum 31. Dezember 1999 im Vergleich zum Vorjahr um ein Viertel auf 41 641.

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