Wirtschaft : 50 Jahre Unternehmensverbände: Berliner Wirtschaft feiert Jubiläum

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Die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg (UVB) feiert an diesem Montag mit einem Festakt im Konzerthaus am Gendarmenmarkt ihr 50-jähriges Bestehen. Als Redner sind neben UVB-Präsident Erich Gerard auch Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen sowie Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe geladen. Die Feierlichkeiten finden im Rahmen des 10. Unternehmertages der Wirtschaft statt. Als Gäste werden zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft erwartet. Festredner ist Robert B. Zoellick, damaliger US-Chefunterhändler bei den 2 plus 4-Verhandlungen, der über die deutsch-atlantische Partnerschaft sprechen wird.

Die UVB ist wirtschafts- und sozialpolitischer Spitzenverband der Region. Ihr gehören 65 Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände an. 1993 und 1999 hat die UVB die Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) in Brandenburg und Berlin übernommen. Sie ist außerdem regionaler Mitgliedsverband der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und vertritt somit die Interessen der Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und gesellschaftlichen Gruppen innerhalb der Region. Dabei setzt sie sich unter anderem für die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein, entwickelt beschäftigungspolitische Strategien und koordiniert branchenübergreifend die Tarifpolitik ihrer Mitgliedsverbände. Zusammen mit dem Landesbezirk des Deutschen Gewerkschaftsbundes und dem Landesverband der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft ist die UVB auch Sozialpartner und Träger der sozialen Selbstverwaltung.

Am 7. Dezember 1950 als "Zentralstelle der Arbeitgeberverbände von Groß-Berlin" gegründet und später als "Zentralstelle der Berliner Arbeitgeberverbände" auf West-Berlin beschränkt, dehnte die UVB im Oktober 1991 unter neuem Namen ihre Zuständigkeit auf Ost-Berlin und Brandenburg aus. Sie hat so die Umbruchphase nach der Wiedervereinigung aktiv mitgestaltet und nach eigener Einschätzung dazu beigetragen, dass die Region Berlin-Brandenburg auf dem besten Wege ist, zu einer international konkurrenzfähigen Wirtschaftsregion zu werden. Als nächste große Aufgabe betrachtet die Unternehmensverbände, die wirtschaftlichen Chancen zu nutzen, die sich aus der EU-Osterweiterung durch die räumliche Nähe zu den Beitrittskandidaten für die Region ergeben. "Wir werden weiter die Interessen der Unternehmen in den Mittelpunkt unserer Arbeit stellen", sagt UVB-Präsident Gerard.

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