Wirtschaft : 500 neue Jobs bei Lufthansa in Thüringen Mit Rolls Royce wird neues Wartungswerk gebaut

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Berlin Rolls-Royce und die Lufthansa investieren im thüringischen Arnstadt rund 100 Millionen Euro in ein Gemeinschaftsunternehmen zur Instandhaltung von Flugzeugtriebwerken. In dem neuen Werk sollen 500 Arbeitsplätze entstehen, wie Rolls Royce am Montag in Dahlewitz (Brandenburg) mitteilte.

Bundeskanzler Gerhard Schröder wertete die Entscheidung als Beleg für das hohe Ansehen und das Vertrauen, das der Industriestandort Ostdeutschland inzwischen genieße. Zugleich zeigte er sich davon überzeugt, „dass sich der industrielle Aufholprozess in Ostdeutschland auch in Zukunft fortsetzen und beschleunigen wird“.

Den Ausschlag für einen Standort in Deutschland habe neben der hervorragenden Infrastruktur auch die „hohe Flexibilität der Arbeitsbedingungen“ in Thüringen gegeben, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa Technik AG, August Wilhelm Henningsen. Bei der Standortwahl hat sich Arnstadt auch gegen verschiedene Bewerber aus Brandenburg und Tschechien durchgesetzt.

Die Bauarbeiten für das Gemeinschaftsunternehmen „N3 Engine Overhaul Service“ sollen Ende 2005 beginnen und bis Ende 2006 abgeschlossen sein. Zunächst werden rund 250 Arbeitsplätze entstehen, bis Ende 2009 soll sich die Zahl der Beschäftigten verdoppeln. Jährlich können nach Angaben des Konsortiums bis zu 200 Motoren verschiedener Airbusmodelle gewartet werden, unter anderem auch des Großraumflugzeugs A 380.

Der Leiter des IG Metall-Bezirks Frankfurt am Main, Klaus Mehrens, begrüßte die Entscheidung für Arnstadt und sprach von einem industriepolitisch wichtigen Signal. Bei den bevorstehenden Verhandlungen des Ansiedlungstarifvertrags werde die Gewerkschaft flexible Arbeitszeitsysteme mittragen, um das Unternehmen in der Startphase zu unterstützen. mch

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