5G - Mobilfunk der Zukunft : Berlins Senatorin Yzer empfängt ein Signal in Barcelona

Im Jahr 2020 soll der Mobilfunkstandard 5G den 2008 eingeführten 4G Standard ablösen. Viele Metropolen hoffen, dass die Netzbetreiber schon mal Test-Funkzellen einrichten. Auch Berlin

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Cornelia Yzer, Berlins Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung von der CDU (Archivbild, April 2015).
Cornelia Yzer, Berlins Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung von der CDU (Archivbild, April 2015).Foto: Doris Spiekermann-Klaas

Es betrifft die etwas fernere Zukunft, eines der Lieblingsthemen von Berlins Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU): die Versorgung mit schnellem und drahtlosem Internet. Yzer ist der festen Überzeugung, dass diese Voraussetzung dafür ist, dass die Unternehmen der Hauptstadt weitere Entwicklungsschritte gehen können, schneller als andernorts zukunftsfähig werden.

Das war ein Motiv für eine Dienstreise ins spanische Barcelona am Dienstag und Mittwoch. Beim Mobile World Congress traf sich die Senatorin unter anderem mit Vorständen des Netzwerkausrüsters Huawei und der Deutschen Telekom. Die Unternehmen arbeiten – wie andere auch – am neuen Mobilfunkstandard 5G, der in einigen Jahren das aktuell leistungsstärkste 4G flächendeckend ablösen soll (siehe Grafik). Die Technologie gilt als Voraussetzung für das Internet der Dinge. „Nach den Gesprächen bin ich sehr optimistisch, dass auch Berlin bald ein 5G-Testbed bekommen wird“, sagte Yzer nach ihrer Rückkehr in Berlin.

Beim Treffen mit Telekom-Deutschland-Chef Niek Jan van Damme habe sie „sehr positive Signale“ empfangen. Konkret geht es darum, auf begrenztem Raum, etwa in den Räumen des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts in Charlottenburg, ein Netz aufzubauen, das Forschern und mittelständischen Firmen die Gelegenheit bietet, zu experimentieren. Sie hoffe, dass man noch in diesem Jahr einen Vertrag dazu schließen kann.

Grafik: Tsp/Anna Schmidt

Industrievertreter würden sie öfter fragen, ob man in Berlin denn auch zügig die Genehmigungen für den Leitungsausbau erhalten könne. „Da gibt es noch viele Vorurteile“, berichtete Yzer. Da der Senat, allen voran der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) aber eine Digitalisierungsstrategie für die Hauptstadt beschlossen hätte, gehe sie davon aus, „dass jetzt alle an einem Strang ziehen“. Yzer sagte, sie fände es schade, wenn eine derart wichtige Baustelle zum Ausbau der digitalen Infrastruktur an der Verkehrslenkung scheiterte.

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