Wirtschaft : 80 PSI-Mitarbeiter müssen gehen Unerwartet schwache Nachfrage

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Berlin (msh). Der Berliner SoftwareAnbieter PSI wird rund 80 seiner derzeit1324 Arbeitsplätze bis zum Jahresende abbauen. Dabei werde es auch zu Entlassungen kommen, sagte PSI-Sprecher Karsten Pierschke dem Tagesspiegel. Der Abbau betreffe im wesentlichen die Tochtergesellschaft PSI-Penta, die Software für Branchen wie den Maschinenbau und die Logistik entwickelt und vertreibt. Die Nachfrage hatte sich aber in diesen Bereichen nicht so entwickelt, wie vom PSI-Management erwartet. In Berlin werden laut Pierschke 40 bis 45 Stellen wegfallen, weitere in Dortmund und Aschaffenburg.

PSI hatte nach seinem Börsengang mehrere Unternehmen zugekauft, die jetzt hohe Kosten verursachen und nicht die gewünschten Umsätze bringen. Vor drei Wochen musste PSI seine Umsatz- und Gewinnerwartungen deutlich reduzieren. Im kommenden Jahr seien keine weiteren Entlassungen geplant, sagte Pierschke: „Dann sind wir mit der Restrukrurierung durch.“

PSI reduziert damit seine Mitarbeiterzahl von 1400 zu Jahresanfang auf rund 1250 bis Ende 2002. Mit dem Personalabbau reagiert PSI auf die anhaltende Schwäche der Branche. Viele Firmen halten sich wegen der schwachen Wirtschaftlage mit Investitionen in neue IT-Systeme zurück. Andere Berliner IT-Unternehmen wie Pixelpark oder Teles mussten daher in den vergangenen Jahren Mitarbeiter entlassen. Während die Webagentur Pixelpark immer noch mit Verlusten kämpft, arbeitet Teles wieder profitabel.

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