Wirtschaft : 850 Millionen aus Brüssel für Berlin Fördermittel für Wirtschaft bis 2020

Manuel Vering

Berlin - In den kommenden sechs Jahren bekommt Berlin weniger Geld aus EU- Fonds als in der vergangenen Förderperiode. Grund dafür sei die positive Entwicklung der Berliner Wirtschaft, erläuterte Wirtschaftssenatorin Corinna Yzer (CDU) und zeigte sich dennoch zufrieden über das Volumen: „Es ist uns gelungen, mit über 850 Millionen Euro auch in Zukunft eine bedeutsame Unterstützung aus den europäischen Fonds zu erhalten“, teilte Yzer am Freitag mit. Nachdem die EU-Kommission Ende 2013 den Finanzrahmen bekannt gab, steht nun die endgültige Höhe des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) fest. Der EFRE soll regionale Ungleichgewichte ausgleichen und damit zu „wirtschaftlichem und sozialem Zusammenhalt“ beitragen. Dafür stehen nun in Berlin in den kommenden Jahren 635 Millionen Euro zur Verfügung. Die Wirtschaftssenatorin will mit dem Geld „Innovationen, Forschung und Entwicklung neuer Produkte und Lösungen“ finanzieren.

Die restlichen 215 Millionen Euro des ESF sind für Investitionen gedacht, die den „Zugang für Arbeitssuchende und Nichterwerbstätige in den Arbeitsmarkt“ fördern. Nach eigenen Angaben will die Wirtschaftssenatorin mit dem Geld „erreichte Beschäftigungserfolge festigen und weiter ausbauen“. Zudem sollen damit Potenziale zur Gewinnung von Fachkräften ausgeschöpft werden. Wie genau das funktionieren soll, ließ Yzer offen.

EFRE und ESF sind Teil der europäischen Kohäsionspolitik. Die EU will damit bis 2020 spezielle Wachstums- und Beschäftigungsziele in den Mitgliedsländern erreichen. Der Gesamtumfang für die Förderperiode bis 2020 liegt bei 1 025 Milliarden Euro. Manuel Vering

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