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Autoindustrie

Die Deutschen kaufen keine Autos

Neuzulassungen auf dem Automarkt sind im September um elf Prozent eingebrochen. Porsche und Mercedes glänzen mit einem starken US-Absatz.
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Berlin - Der deutsche Automarkt kommt nicht in Schwung. Im September wurden 266 000 PKW neu zugelassen. Das sind elf Prozent weniger als im Vorjahresmonat, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit. Der Verkaufsrückgang hat sich damit im Vergleich zu den Vormonaten noch beschleunigt. Das erwartete Zwischenhoch blieb aus. Seit Jahresbeginn wurden 2,34 Millionen Fahrzeuge verkauft, acht Prozent weniger als im Vorjahr.

Als Grund nennt der Automobilverband die Mehrwertsteuererhöhung, die im vergangenen Herbst zu außergewöhnlich hohen Verkaufszahlen geführt habe. Außerdem seien die Verbraucher wegen der Diskussionen um Klima und Änderungen bei der KFZ-Steuer verunsichert. VDA-Präsident Matthias Wissmann hält trotz des Negativtrends an seiner Prognose von 3,2 Millionen Neuzulassungen für das gesamte Jahr fest. Er erhofft sich einen Nachfrageschub durch die im September stattgefundene Automesse IAA. „Spätestens 2008 wird der Knoten platzen“, hatte Wissmann zu Messeende gesagt.

Immerhin beabsichtige jeder vierte IAA-Besucher in den nächsten sechs Monaten ein Auto zu kaufen. Davon 60 Prozent einen Neuwagen. „Die Belebung bei den Auftragseingängen sowie die gute Stimmung bei der IAA lassen spätestens für das kommende Jahr auf eine Verbesserung des Inlandsgeschäftes hoffen“, bekräftigte der VDA jetzt.

Der Export entwickelt sich dagegen trotz anhaltender Dollarschwäche weiter positiv und bleibt die Stütze der deutschen Autoindustrie. Im September lieferten deutsche Hersteller 383 000 Fahrzeuge ins Ausland, ein Plus von neun Prozent zum Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn konnten die Exporte sogar um elf Prozent gesteigert werden. „Der Export läuft weiterhin auf Hochtouren und prägt das Bild der Automobilkonjunktur“, so der VDA. Mit 3,24 Millionen exportierten Autos bis Ende September steuert der Autoexport auf ein Rekordergebnis zu.

Besonders die Ausfuhren nach Großbritannien und Russland stiegen erheblich, aber auch auf dem US-Markt konnten mehr Autos verkauft werden. BMW, Mercedes-Benz und Porsche legten in Amerika im September kräftig zu, während VW Absatzeinbußen hinnehmen musste. Mercedes-Benz verkaufte 13 Prozent mehr Neuwagen und verbucht damit einen neuen Verkaufsrekord für den Monat September, besonders die neue C-Klasse brachte einen Schub. BMW legte um sieben Prozent zu, Porsche sogar um 19 Prozent. Der Absatz der 911er-Reihe und des Cayenne-Geländewagens liefen besonders gut. Während Audi seine Verkäufe in Amerika stabil hielt, brach der Absatz bei VW um knapp sechs Prozent ein. Verantwortlich dafür sind vor allem Passat und Touareg. Volkswagen hofft 2008 mit dem Verkauf neuer Dieselmodelle auf eine Erholung im US-Markt.

Der amerikanische Marktführer General Motors (GM) legte im September zwar leicht zu, hat aber 2007 insgesamt fast sieben Prozent weniger Neuwagen verkauft als in den ersten neun Monaten 2006. Chrysler verkaufte im September auf seinem Heimatmarkt fünf Prozent weniger Autos. Noch schlechter sieht es bei Ford aus. Der Absatz des Detroiter Autoherstellers brach im September um ein Fünftel ein.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 04.10.2007)
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Kommentare [ 1 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von zp zp ist gerade offline | 4.10.2007 12:52 Uhr
da sollen die herren automobilhersteller
halt mal wieder autos bauen, die sich die angestellten ihrer eigenen firmen und deren zulieferer auch leisten können.

das sind auf jeden fall keien passats, golfs, porsche, bmw, und audi udn mercedes.

aber in den köpfen deutscher autobauer fängt ein pkw wohl erst am 2lt. hubraum, 125 ps und 30.000 euro an.

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