A380-Lieferverzug : Airline will Entschädigungen von Airbus

Der größte Abnehmer des Airbus-Riesenflugzeugs A380, die Fluglinie Emirates aus Dubai, will wegen des angekündigten Lieferverzugs auf Entschädigungszahlungen bestehen.

Dubai - "Wir haben durch die Verzögerungen riesige Einbußen erlitten", sagte Emirates-Chef Scheich Ahmed Ben Said Al Maktum der amtlichen Tageszeitung "Al Bajan". "Wir halten Entschädigungen für einen Rechtsanspruch." Einen Betrag wollte er nicht nennen.

Emirates steht mit 43 Maschinen vom Typ A380 in den Auftragsbüchern. Zunächst war die Erstauslieferung für Oktober kommenden Jahres angekündigt, inzwischen wurde sie auf August übernächsten Jahres verschoben. Emirates hatte sich bislang nicht öffentlich zu Entschädigungsforderungen geäußert.

Emirates braucht dringend mehr Transportkapazität

Im Londoner "Observer" stand Anfang Oktober, Emirates habe hinter den Kulissen eine Entschädigung von 150 Millionen Pfund (223 Millionen Euro) verlangt. Auch eine Kündigung der Bestellungen wäre in Frage gekommen. Allerdings bestand für die Fluglinie vom Golf nach ihren eigenen Angaben kaum eine Möglichkeit, die Transportkapazität mit anderen Maschinen aufzubauen.

Für das laufende Jahr wird in Dubai mit einem Aufkommen von 35 Millionen Fluggästen gerechnet, bis 2015 wird eine Steigerung auf 75 Millionen Passagiere erwartet. (tso/AFP)

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