Wirtschaft : ABB-Belegschaft kann hoffen

Erhalt des Pankower Werkes als Servicefabrik möglich BERLIN (mot).Für die Zukunft des Berliner Werks des Kraftwerksbauers ABB zeichnet sich eine Lösung ab.Gewerkschaften, Belegschaft und Geschäftsführung bestätigten am Mittwoch, in den Verhandlungen zwischen IG Metall, Betriebsrat und ABB-Vorstand sei prinzipiell Einigkeit darüber erzielt worden, daß die ABB Kraftwerke Berlin GmbH in Pankow als Servicefabrik für den Konzern erhalten werden soll.Konkrete Angaben zur Zahl der Arbeitsplätze werde es aber nicht vor der kommenden Woche geben, sagte Unternehmenssprecher Ralf Seibt am Mittwoch dem Tagesspiegel.Sollten in den Verhandlungen keine neuen Konflikte auftauchen, könne Anfang Mai ein Konzept vorgelegt werden.Die in der Presse genannte Zahl von 170 Arbeitsplätzen, die in Pankow mindestens erhalten bleiben, nannte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Berlin, Arno Hager, "reine Spekulation".Diese Angaben stammten weder vom ABB-Vorstand noch von den Gewerkschaften."Sollten sie allerdings zutreffen", so Hager, "bedeutet dies für Pankow eine Schließung auf Raten, weil die Fabrik mit einer Belegschaft in dieser Größe nicht profitabel arbeiten kann." In der kommenden Woche würden die Verhandlungen wieder aufgenommen. Als "nicht akzeptabel" bezeichnete auch der Berliner ABB-Betriebsratssprecher Bernhard Antmann den möglichen Erhalt von 170 Arbeitsplätzen.Antmann forderte einen "harten Sozialplan" und die Gründung einer Qualifizierungsgesellschaft.Michael Wehran, Sprecher des Wirtschaftssenators, wollte sich an Spekulationen über die künftige Belegschaftsgröße nicht beteiligen.Der Senat sei aber zuversichtlich, daß der ABB-Standort Berlin erhalten bleibe.

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