Wirtschaft : ABB braucht Finanzspritze

Konzern stützt deutsche Tochter / Kraftwerkssparte angeschlagen HEIDELBERG (tsp).Die deutsche Asea Brown Boveri (ABB) soll mit Werkschließungen und einem Personal- und Kapazitätsabbau dauerhaft in die Gewinnzone gebracht werden.Dies kündigte der Vorstand der deutschen Tochter des schwedisch-schweizerischen Elektrokonzerns am Mittwoch in Heidelberg an.1997 haben lediglich hohe Zinserträge von 119 Mill.DM sowie eine Finanzspritze der Züricher Mutter von 430 Mill.DM den Rutsch in die Verlustzone verhindert.Allein 1998 sei bei der gesamten deutschen ABB mit dem Abbau von 1000 Arbeitsplätzen zu rechnen.1997 war die Konzernbelegschaft bereits auf 25 460 (27 092) Mitarbeiter reduziert worden.Eine ganze Reihe von ABB-Unternehmen hat 1997 teils erhebliche Verluste eingefahren.Die "tragende Säule" ABB Kraftwerke AG, "die dringend wieder stabilisiert werden muß", bezeichnete der neue Vorstandsvorsitzende Horst Dietz sogar als kritisch.Überkapazitäten, "null" Aufträge aus dem Inland und ein massiver Preisverfall haben den Verlust in der Kraftwerkssparte auf 300 (1996: 150) Mill.DM steigen lassen.Seit der Fusion von BBC (Schweiz) und Asean (Schweden) 1988 wurden bereits 1,2 Mrd.DM für die Sanierung und Modernisierung in Deutschland aufgewendet.Bis Ende 1999 sollen 329 (1997: 185) Mill.DM für die Schließung von Werken und den Kapazitätsabbau aufgewendet werden.Für die dazu notwendigen Rückstellungen sowie die Zahlung einer Garantie-Dividende von sechs (19,25) DM mußte die Mutter 430 Mill.DM nach Mannheim überweisen.Bei einem Umsatzrückgang auf 8,1 (8,7) Mrd.DM fiel das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit mit 114,3 (Vorjahr: plus 164) Mill.DM negativ aus.

Mehr lesen? Jetzt gratis E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben