Wirtschaft : Abfindung für Mobilcom Einigung mit France Télécom

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Hamburg (lip/HB). Zwischen der finanziell angeschlagenen Mobilcom und France Télécom bahnt sich offenbar eine Lösung an: Die Vorstände des Büdelsdorfer Mobilfunkunternehmens und des 28,5prozentigen Pariser Großaktionärs wollen bis Ende Oktober ein „Memorandum of understanding“ unterzeichnen. Wie das Handelsblatt aus Firmenkreisen von Mobilcom erfuhr, sieht der Vertragsentwurf vor, dass der Pariser Staatskonzern von Mobilcom Verbindlichkeiten von rund 7,5 Milliarden Euro übernimmt. Davon entfallen 485 Millionen Euro auf die Kosten, die Mobilcom für den Stopp des UMTS-Geschäfts entstehen. Ferner beinhaltet der Schuldenerlass der Franzosen ein Darlehen von 4,7 Milliarden Euro, das die Banken Mobilcom für die Finanzierung des Erwerbs der UMTS-Lizenz gewährt haben. Zudem soll FT für die offenen Forderungen gegenüber den Netzausrüsters Nokia (775 Millionen Euro) und Ericsson (448 Millionen Euro) aufkommen. Im Gegenzug verpflichtet sich Mobilcom, keine Ansprüche gegen den Pariser Staatskonzern aus dem Kooperationsvertrag (CFA) zu stellen.

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