Wirtschaft : Abgabe für Ökostrom steigt kaum EEG-Umlage wird auf 3,592 Cent erhöht

Berlin - Auf Stromkunden kommen im nächsten Jahr nur leicht höhere Kosten für die Förderung erneuerbare Energien zu. Die sogenannte EEG-Umlage steigt 2012 um 0,062 Cent auf 3,592 Cent pro Kilowattstunde, wie die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Branchenkreisen erfuhr. Im vergangenen Jahr war die Abgabe vor allem aufgrund eines Booms bei Solaranlagen noch um mehr als 70 Prozent in die Höhe geschossen.

Mit der EEG-Umlage finanzieren alle Stromkunden die Energie aus erneuerbaren Quellen. Jeder Betreiber, etwa einer Solaranlage oder eines Windrades, erhält eine so genannte Einspeisevergütung für seinen gelieferten Strom. Auf diese Weise werden die erneuerbaren Energiequellen subventioniert, solange sie für die Stromproduktion noch teurer sind als herkömmliche Technik.

Ein durchschnittlicher Haushalt zahlt über seine Stromrechnung derzeit pro Jahr 123,55 Euro EEG-Umlage pro Jahr. Sollten die Energiekonzerne die Steigerung der Abgabe 2012 komplett an ihre Kunden weitergeben, würde die Rechnung um 2,17 Euro jährlich steigen. Im vergangenen Jahr bedeutete die Erhöhung noch ein Plus von rund 70 Euro. Die künftige Höhe der Umlage soll am heutigen Freitag offiziell bekanntgegeben werden. Verantwortlich für den großen Sprung im vergangenen Jahr war vor allem der Ausbau von Solaranlagen. AFP

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