Absatzrückgang : Sony Ericsson streicht 2000 Stellen

Handyhersteller Sony Ericsson trennt sich von weiteren 2000 Mitarbeitern. Grund ist ein dramatischer Absatzeinbruch.

LondonMit der Maßnahme möchte das Gemeinschaftsunternehmen des japanischen Elektronikkonzerns Sony mit dem schwedischen Telekomausrüster Ericsson 400 Millionen Euro pro Jahr einsparen. Im ersten Quartal 2009 verbuchte das Unternehmen mit zuletzt 10.000 Mitarbeitern millionenschwere Verluste.

Schon zuvor hatte Sony Ericsson zwei Sparprogramme über 480 Millionen Euro aufgelegt. In diesem Zusammenhang mussten bereits 2000 Mitarbeiter gehen. In seiner Analyse kommt das Unternehmen zu dem Schluss, dass derzeit Billig-Handys gekauft werden. Der Konzern verkauft jedoch ausschließlich mittel- bis hochpreisige Geräte und will das auch nicht ändern. 
 
Im ersten Quartal setzte die Firma nur noch 14,5 Millionen Mobiltelefone ab, vor einem Jahr waren es noch 22,3 Millionen. Der Marktanteil fiel binnen drei Monaten von rund acht auf etwa sechs Prozent. Bereits im Schlussquartal des vergangenen Jahres war der Absatz trotz des Weihnachtsgeschäfts um ein Fünftel zurückgegangen. Tiefrote Zahlen waren herausgekommen. Das lag nicht zuletzt an den Kosten fürdie Stellenstreichungen. Die ersten beiden Sparrunden kosteten insgesamt 300 Millionen Euro, die neue Runde schlage mit 200
Millionen Euro zu Buche.

Der Hersteller schätzt, dass die branchenweiten Handyverkäufe in diesem Jahr um mindestens zehn Prozent unter den 1,19 Milliarden desVorjahres liegen werden. Bislang hatte das Unternehmen erwartet, dass die Verkäufe nur halb so stark abrutschen. (sp/dpa)

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