Wirtschaft : Abschied vom Butterberg

-

Seit den 50er Jahren machen die Mitgliedstaaten der EU eine gemeinsame Agrarpolitik (GAP). Ihr Ziel war es, nach dem Krieg wieder Nahrungsmittelsicherheit herzustellen. Dazu wurde ein System von Mindestpreisen eingeführt, um Bauern zu motivieren, möglichst viel Getreide, Fleisch und Milch zu produzieren. Konsequenz waren die Getreide- und Butterberge der 80er Jahre. Anfang der 90er Jahre wurden deshalb Produktionsbeschränkungen eingeführt, unter anderem die Milchquote. Die Einkommensausfälle für die Bauern wurden durch so genannte Direktzahlungen kompensiert.

Mit der GAP- Reform 2003 wurde das Direktzahlungssystem vorsichtig verändert. Inzwischen bekommen die Bauern ihr Geld nicht mehr dafür, bestimmte Produkte zu erzeugen. Die Direktzahlungen sollen zwar ihre Einkommen stabilisieren, doch was sie produzieren, steht ihnen frei. Der größte Teil der rund 43 Milliarden Euro , die für die EU-Agrarpolitik ausgegeben werden, fließt in Direktzahlungen. Rund fünf Milliarden Euro werden für die so genannte zweite Säule, die ländliche Entwicklung , aufgewendet. Damit sollen Einkommensalternativen auf dem Land gefördert werden, vom Hofladen bis zum Urlaub auf dem Hof. deh

0 Kommentare

Neuester Kommentar