Wirtschaft : Abschreibung: Änderung der Fristen

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Bei den Abschreibungsmöglichkeiten für Unternehmen kommt es ab 1. Januar 2001 zu Veränderungen bei den Abschreibungszeiten. Vor allem die Abschreibungsdauer für Bürogeräte, Maschinen und Betriebsfahrzeuge soll länger werden. In anderen Bereichen, beispielsweise bei Computern, wird sich die Abschreibungsdauer verkürzen. Das Bundesfinanzministerium rechnet durch die Änderung der AfA-Tabellen (AfA: Absetzung für Abnutzung) mit Mehreinnahmen für Bund, Länder und Gemeinden in Höhe von rund 3,5 Milliarden Mark. "Bei dieser Summe wird es bleiben", sagte eine Sprecherin des Finanzministeriums. Sie entspricht, laut Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), einer durchschnittlichen Erhöhung der Abschreibungsdauer von zehn Prozent. Die Bild-Zeitung hatte am Freitag eine Tabelle mit weitaus höheren Abschreibungsfristen veröffentlicht. Demnach sollte beispielsweise die Abschreibungsdauer für betrieblich genutzte Fahrzeuge auf sieben Jahre (bisher fünf) und für LKW auf zehn (bisher sieben) verlängert werden. In einigen Bereichen war von noch massiveren Verlängerungen der Fristen die Rede. Das Finanzministerium bezeichnete die Tabelle als völlig veraltet. Es handle sich um einen inaktuellen Entwurf von Betriebsprüfern von Bund und Ländern. Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft warnen schon lange vor einer drastischen Verlängerung der Abschreibungsfristen. Besonders die Verbände der Automobilindustrie (VDA) und des Maschinenbaus (VDMA) beklagen die Negativwirkung für Investionstätigkeiten. Sollte die Abschreibung für PKW verlängert werden, "könnte dies nicht ohne negative Folgen für die Stückzahlen in der Automobilfabrikation bleiben" so der VDA. Am 26. Oktober diesen Jahres sollen die neuen Abschreibungstabellen auf der Finanzministerkonferenz verabschiedet werden.

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