Wirtschaft : Achtung: Freibetrag wird halbiert!

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Bei der Suche nach einer lukrativen Anleihe müssen Anleger eines beachten: Die Halbierung des Sparerfreibetrages inklusive der Werbungskostenpauschale von 6100 auf 3100 Mark (bei Ehepaaren: 12 200 auf 6200 Mark) kann zu einer höheren Steuerbelastung führen.

Grundsätzlich gilt: Je höher der Kupon des Papiers, desto eher greift der Fiskus zu. Bislang waren Anleihen mit einem Durchschnitts-Kupon von fünf Prozent bis zu einem Nominalwert von 122 000 Mark steuerfrei (Rechnung: 122 000 Mark x fünf Prozent = 6100 Mark Ertrag). Den gleichen Kupon vorausgesetzt, sinkt der steuerfreie Nominalwert ab dem kommenden Jahr im Zuge der Halbierung auf 62 000 Mark.

Hochzinsanleihen, Zerobonds und so genannte Zinssammler wie der Bundesschatzbrief Typ B werden durch die niedrigere Grenze tendenziell weniger attraktiv. Bei Zerobonds wird zum Zeitpunkt der Veräußerung der gesamte Kapitalertrag seit dem Erwerb der Papiere besteuert. Das Gleiche gilt für die Sammler, die sämtliche anfallenden Zinsen am Ende der Laufzeit auszahlen - es sei denn, der Ertrag all dieser Papiere fällt in Jahren an, in denen das Einkommen nicht besonders üppig fließt.

Stufenzinsanleihen, deren Auszahlungen mit zunehmender Laufzeit steigen, belasten den Freibetrag zudem genauso wie die Aktienanleihen, die meist einen zweistelligen Kupon ausweisen. Sparer können sich wehren. Steuern zahlen sie nur auf Kupons, Kursgewinne bleiben steuerfrei. Mit einem niedrigen Kupon lassen sich Steuern sparen. Wenn das Papier unter 100 Prozent begeben wird, fließt am Ende der Laufzeit die Differenz zum Rückzahlungskurs (meist 100 Prozent) - nach der einjährigen Spekulationsfrist - zurück.

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