Wirtschaft : Ackermann-Anwälte weisen Vorwürfe zurück

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Düsseldorf/Frankfurt (Main) (dpa). Die Anwälte von Josef Ackermann haben die Anklagepunkte gegen den Chef der Deutschen Bank zurückgewiesen. In einem Rundbrief an die Mitarbeiter des größten deutschen Geldhauses heißt es, die Untreuevorwürfe der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft entbehrten „jeglicher Grundlage“. Die Schlussfolgerungen der Ermittler beruhten auf einer „unzureichenden rechtlichen Argumentation“ und „zweifelhaften Beweisen“. Gezeichnet ist der Brief von Strafverteidiger Eberhard Kempf und Deutsche BankSyndikus Reinhard Marsch-Barner. Die Juristen bestreiten darin auch, dass es einen „Tatplan zur ’Ausbeutung’ der Mannesmann AG“ gegeben habe. Die Entscheidungen seien transparent gewesen und entsprächen der internationalen Geschäftspraxis. Es sei hervorzuheben, dass Ackermann selbst keine Zahlungen erhalten habe. Der Anklageschrift gelinge es nicht, den Nachweis für einen schweren Verstoß gegen aktienrechtliche Pflichten zu erbringen, der Voraussetzung für den Untreue-Vorwurf sei. Die von den Ermittlern monierten Prämien und Pensionszahlungen seien angemessen gewesen.

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