ADAC : Der Fall der "Gelben Engel"

Die Chronik der Krise.

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Allenfalls die Kirche konnte es in Sachen Glaubwürdigkeit mit dem ADAC aufnehmen – zumindest bis zum Januar 2014. Da wurde bekannt, dass der Club rund um den Autopreis „Gelber Engel“ für den beliebtesten Wagen Deutschlands massiv getrickst hatte.

Der Betrug war von dem ehemaligen Kommunikationschef Michael Ramstetter ausgegangen, dem die Zahl tatsächlich abgegebener Stimmen als viel zu niedrig erschien. So hatte er etwa die Stimmenzahl für den Spitzenreiter, den VW Golf, von 3204 auf 34 299 in die Höhe geschraubt. Gegen Ramstetter läuft derzeit eine Klage auf Schadenersatz.

In Folge waren weitere Affären aufgedeckt worden: Etwa, dass sich Funktionäre per Rettungshubschrauber nach Hause hatten fliegen lassen oder ein zu nasser Fußballplatz mit einem ADAC-Helikopter trocken gefönt worden war. Und es fielen plötzlich auch die umfangreichen Geschäfte auf, die die Münchner unternehmen – obwohl sie als eigener Verein eigentlich hier strengen Regeln unterliegen.

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