Adidas : Markenschuhe für die Ärmsten

In vielen Ländern sind Turnschuhe für die Menschen purer Luxus. Adidas will das jetzt ändern. Der Sportartikelhersteller entwickelt ein Billigmodell für Bangladesch.

München/Düsseldorf - In vielen Ländern sind Turnschuhe für die Menschen purer Luxus. Adidas will das jetzt ändern. Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach startet kommendes Jahr ein Pilotprojekt zur Entwicklung, Vermarktung und zum Vertrieb von Sportschuhen in Bangladesch. Ziel sei es, die Schuhe zu einem für die lokale Bevölkerung verträglichen Preis anzubieten, sagte eine Konzernsprecherin.

Für sein Vorhaben kooperiert der zweitgrößte Sportartikelhersteller der Welt mit dem Grameen Creative Lab, einem Unternehmen des Friedensnobelpreisträgers Muhammad Yunus. Der weltbekannte Sozialunternehmer hat gerade erst auf einer Konferenz in Berlin angekündigt, die Schuhe der Marke mit den drei Streifen würden für weniger als einen Euro angeboten. Diesen niedrigen Preis wollte Adidas allerdings nicht bestätigen. Noch sei unklar, wo, in welcher Form und aus welchen Materialien die Schuhe gefertigt würden, sagte die Sprecherin.

Yunus hat in den vergangenen Jahren ein Konglomerat von Firmen aufgebaut, mit denen er nicht Gewinne einfahren, sondern die Armut in Entwicklungsländern bekämpfen will. 2006 gründete Yunus das erste Joint Venture mit einem Konzern, dem Nahrungsmittelhersteller Danone. Am Mittwoch hatte Yunus ein Projekt mit Otto vorgestellt. Der weltgrößte Versandhändler baut in Bangladesch eine Textilfabrik. HB

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