Wirtschaft : Adidas-Salomon gewinnt Marktanteile in den USA

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Adidas-Salomon, der größte Sportartikelhersteller Europas, bleibt ungeachtet der Terroranschläge in den USA auf Wachstumskurs. "Vorwärts, egal, was die Märkte tun", gab Adidas-Chef Herbert Hainer bei der Vorlage des Zwischenberichts am Dienstag die Richtung vor. Ungeachtet der Verunsicherung von Käufern und der Ungewissheiten zur künftigen Entwicklung der Branche bleibe er davon überzeugt, dass Adidas bis Ende 2001 den Jahresüberschuss um 15 Prozent auf 210 Millionen Euro und die Umsätze um mindestens fünf Prozent auf gut 6,1 Milliarden Euro steigern werde. Nach neun Monaten der laufenden Periode sei man auf gutem Weg, dieses Ziel zu erreichen, sagte Hainer.

Mit einem Umsatzplus von konzernweit sechs Prozent auf 4,7 Milliarden Euro liege Adidas bis Ende September sogar leicht über Plan. Vor allem aber zeigte sich der Konzernchef über die im dritten Quartal 2001 erreichte Trendwende am weltgrößten Sportartikelmarkt Nordamerika erfreut. Dort haben die Umsätze von Juli bis September erstmals in diesem Jahr um ein Prozent auf 536 Millionen Euro zugelegt und Sportschuhe währungsneutral erstmals seit zweieinhalb Jahren einen positiven Auftragseingang verbucht. Hainer wertete das als Trendwende. Adidas halte am Ziel fest, bis 2003 den US-Marktanteil bei Sportschuhen von zuletzt stagnierenden elf Prozent auf ein Fünftel praktisch zu verdoppeln.

Zwar habe auch Adidas in den USA nach dem 11. September Auftragsstornierungen hinnehmen müssen, räumte Hainer ein, ohne jedoch die Umfänge zu beziffern. Mit hochpreisigen Produkten und aggressiver Werbung, unter anderem im Basketballmarkt, bleibe sein Konzern aber am Drücker. Adidas habe sich als trendige Lifestylemarke etabliert. "Adidas ist heiß, weil es cool ist," zeigte sich Hainer vom eigenen Marketingkonzept begeistert. Die Börsen sind mit Unternehmenschef Hainer offenbar einer Meinung. Die Aktie stieg nach Bekanntgabe der Neunmonatszahlen um rund sechs Prozent auf mehr als 66 Euro.

Für den aktuellen Aufwind im eigenen Konzern seien alle Produktkategorien von Sportschuhen über Bekleidung bis hin zum Wintersport- und Golfgeschäft rund um den Globus verantwortlich, sagte Hainer. 2002 erwartet er weiter positive Impulse vor allem durch die Fußballweltmeisterschaft in Asien. "Das ist unsere Veranstaltung," meinte er, da Adidas die WM als führender Ausrüster und Sponsor begleitet. Eine konkrete Prognose für das Jahr 2002 gab Hainer aber nicht. Zuletzt hatte die Franken davon gesprochen, bis einschließlich 2003 die Wachstumsraten des laufenden Jahres beibehalten zu wollen.

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