• Adidas-Salomon tauscht Führung in USA und Asien aus Das kriselnde Geschäft in Nordamerika soll gestärkt werden

Wirtschaft : Adidas-Salomon tauscht Führung in USA und Asien aus Das kriselnde Geschäft in Nordamerika soll gestärkt werden

-

(nad). Der weltweit zweitgrößte SportartikelHersteller Adidas-Salomon hat seine Führungsspitzen in den Schlüsselmärkten USA und Asien ausgetauscht. Branchenkenner gehen davon aus, dass vor allem das kriselnde US-Geschäft gestärkt werden soll. Der bisherige Leiter der Region Asien/Pazifik, Jim Stutts, werde mit sofortiger Wirkung interimsweise die Leitung von Adidas Amerika übernehmen, teilte der Konzern am Montag im fränkischen Herzogenaurach mit. Der bisherige Nordamerika-Chef und Vorstandsmitglied Ross McMullin könne seine Geschäftsführungsaufgaben aus gesundheitlichen Gründen bis auf Weiteres nicht wahrnehmen.

Das US-Geschäft ist zurzeit das Sorgenkind des ansonsten erfolgreichen Konzerns: Im ersten Halbjahr hatten die Franken auf dem wichtigsten Sportartikelmarkt der Welt Umsatzeinbußen von 17 Prozent auf 790 Millionen Euro hinnehmen müssen. Die Auftragsbestände reduzierten sich um 23 Prozent. Insgesamt macht Adidas-Salomon knapp ein Drittel seines Umsatzes in den USA. Der Konzern kämpft auf dem US-Markt gegen den Branchenprimus Nike und lokale Konkurrenten wie Reebok. Adidas-Vorstandschef Herbert Hainer hat bereits angekündigt, dass er auch im Gesamtjahr währungsbereinigt einen leichten Umsatzrückgang im US-Geschäft erwartet.

Der 43-jährige Jim Stutts soll das Ruder nun herumreißen. „In enger Zusammenarbeit mit unserem Vorstand wird Jim auf dem Turnaround aufbauen, den Ross und sein Team in 2002 initiierten, um uns eine starke Marktposition in der Region zu sichern", sagte Hainer. Stutts verfügt über 16 Jahre Erfahrung bei den Marken Adidas und TaylorMade, der Golfmarke des Konzerns. Er war bereits von 1994 bis 1999 bei Adidas Amerika tätig. Seit Januar 2003 war er Leiter der Region Asien/Pazifik. Neuer Leiter der Region Asien/Pazifik wird der Franzose Christophe Bezu, der das Japangeschäft mit aufgebaut hat. Chef in Japan wird der Amerikaner Rob Langstaff. Asien ist die am schnellsten wachsende Region für Adidas. Insbesondere die Fußball-Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea im vergangenen Jahr gab der Marke einen Wachstumsschub. Zwar sank auch der Umsatz in Asien im ersten Halbjahr um fünf Prozent; das Auftragsvolumen legte jedoch um 18 Prozent zu.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben