Wirtschaft : Adidas wird von Fußball-WM am stärksten profitieren

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Frankfurt am Main Die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland 2006 wird nach Einschätzung der DZ Bank die schwächelnde Wirtschaft kaum in Schwung bringen. „Wir erwarten weiterhin ein moderates Wachstum, aber keine nennenswerten Effekte durch die WM“, sagte der führende Analyst der DZ Bank, Lothar Weniger, am Freitag in Frankfurt.

Gleichwohl sei „das sportliche Megaevent auch ein wirtschaftliches Megaevent“, von dem vor allem Hersteller von Sportartikeln und Unterhaltungselektronik profitieren dürften. Auch Medien wie der Bezahlfernsehsender Premiere, der als einziger Sender die gesamte WM live übertrage, seien im Vorteil.

Nach Einschätzung der DZ-Bank-Analysten dürfte das Fußball-Turnier, das am 9. Juni 2006 beginnt, schon im zweiten Halbjahr 2005 und dann vor allem Anfang nächsten Jahres die Umsätze von Sportartikelherstellern wie Adidas, Puma und Nike in die Höhe treiben. „Adidas ist nach unseren Analysen das Unternehmen, das am meisten von der WM profitieren wird“, sagte Aktienexperte Bernd Müll. In den Monaten vor der letzten Fußball-Weltmeisterschaft 2002 habe Adidas beim Auftragseingang Zuwächse von sieben bis acht Prozent verzeichnet. Adidas ist einer der Hauptsponsoren der WM und hat bei Fußballschuhen laut DZ Bank einen Marktanteil von rund 35 Prozent.

In der Unterhaltungselektronikbranche sieht die Bank das Unternehmen Micronas als einen der größten WM-Profiteure. Als führender unabhängiger Hersteller von anwendungsspezifischen Halbleitersystemen sei Micronas der Zulieferer von Herstellern wie LG Electronics, Philips oder Sony. Rund 89 Prozent des Umsatzes entfielen auf den Geschäftsbereich Consumer, allein 77 Prozent auf TV-Produkte. dpa/Tsp

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