Wirtschaft : Adig: Einbußen nach Hypo-Ausstieg

MÜNCHEN (cbu/HB). Die Investment-Gruppe Adig rechnet mit Einbußen im Neugeschäft. Im Februar hatten die Vorstände der Hypo-Vereinsbank und der Commerzbank angekündigt, daß die bisher gemeinsame Tochtergesellschaft Adig, die zu den fünf größten deutschen Fondsverwaltern zählt, an die Frankfurter Großbank geht. Die Übertragung der Anteile wird zum Jahresende erfolgen. Jetzt bekommt Adig die Trennung von der Hypo-Vereinsbank zu spüren.So ist in den ersten sechs Monaten 1999 der Marktanteil der Adig von 12,1 Prozent auf 11,6 Prozent gefallen. Das Neugeschäft ging um 13 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro (2,5 Mrd. DM) zurück. "Natürlich wird die Hypo-Vereinsbank künftig deutlich weniger Fonds-Anteile von uns vertreiben", sagte Adig-Geschäftsführer Friedrich Pfeffer am Mittwoch. Mittelfristig wolle die Investmentgesellschaft unter dem Dach der Commerzbank expandieren und so die Ausfälle mehr als wettmachen.Zunächst soll das europaweite Geschäft in Angriff genommen werden. Zusammen mit der Commerzbank wolle man in Italien, Spanien und Frankreich starten. Auch an Akquisitionen werde gearbeitet. Daneben soll die Vetriebs-Zusammenarbeit mit Dritten gestärkt werden. Diese steuern derzeit rund 10 Prozent des Neugeschäftes bei. Welches Investitionsvolumen die Commerzbank für die neue Volltochter Adig insgesamt bereit stellt, konnte Pfeffer nicht sagen.Per Ende Juni 1999 liegt das betreute Vermögen der Adig bei 33,1 Mrd. Euro. Gegenüber Ende 1998 sei das ein Plus von 11 Prozent. Die wichtigsten Adig-Fonds würden teilweise deutlich bessere Ergebnisse als die jeweilige Entwicklung der Märkte vorweisen, betonte Pfeffer.

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