ADOLF MERCKLE : Verrechnet

Am 28. Oktober 2008 steigt die VW-Aktie bis auf 1005 Euro. Kurzzeitig ist Volkswagen 300 Milliarden Euro wert – und damit das teuerste Unternehmen der Welt. Hedge-Fonds und Zocker, die auf fallende VW-Kurse gesetzt haben, verlieren viel Geld – die Schätzungen reichen bis zu 15 Milliarden Euro. Zu den Verlierern gehört auch der schwäbische Industrielle Adolf Merckle. Er hat in seinem Firmengeflecht aus Ratiopharm, Phoenix und der hochverschuldeten Heidelberg Cement Finanzierungsschwierigkeiten. Denn seine bei den Banken als Sicherheiten dienenden Aktienpakete haben durch die Talfahrt an den Finanzmärkten so viel Wert verloren, dass die Banker nervös werden. In der Hoffnung auf dicke Gewinne zockt Merckle mit VW-Aktien. Doch die Leerverkäufe gehen schief, er verliert einen dreistelligen Millionenbetrag, bisweilen ist sogar von einer Milliarde die Rede. Merckle kämpft mit den Banken um sein Lebenswerk – und gibt auf dramatische Weise auf. Im Januar 2009 wirft sich der 74-Jährige vor einen Zug. Tsp

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