Wirtschaft : Adtranz kappt weniger Stellen

Betriebsvereinbarung: Statt 370 werden 280 Arbeitsplätze abgebaut

HENNIGSDORF (Tsp/dpa).Der Bahnkonzern Adtranz wird in seinem Werk Hennigsdorf weniger Stellen abbauen als zunächst geplant.Das teilte der Betriebsrat in Hennigsdorf am Donnerstag nach Abschluß einer Betriebsvereinbarung mit.Der Interessenausgleich sei nicht Bestandteil des angekündigten Sanierungskonzepts für alle neun Adtranz-Standorte in Deutschland.Die Betriebsvereinbarung sehe vor, daß von den ursprünglich 370 abzubauenden Stellen 91 bei Adtranz in Hennigsdorf erhalten bleiben.Weitere 138 könnten durch Ausgliederungen im Wagenkastenbau und in der mechanischen Fertigung voraussichtlich bei anderen Firmen am Standort unterkommen.Außerdem hätten bereits betroffene Mitarbeiter von Abfindungen Gebrauch gemacht. Wie es weiter hieß, sei keine Abgabe von Kernkompetenzen aus Hennigsdorf geplant.Der Interessenausgleich sieht vor, daß von 115 Mitarbeitern im Wagenkastenbau 30 bei Adtranz in Hennigsdorf weiterbeschäftigt würden.23 Stellen sollen bei der Hennigsdorfer Stahl Engineering (HSE) unterkommen.Aus dem Bereich mechanische Fertigung könnten nach Abschluß entsprechender Verträge 107 Mitarbeiter vom Zahnradwerk Pritzwalk an gleicher Arbeitsstelle übernommen werden.35 Beschäftigten müsse gekündigt werden.In seiner Mitteilung lobte der Betriebsrat die Geschäftsführung, die "ihre soziale Verantwortung ernst genommenÒ habe.Es sei ein "echter Ausgleich der InteressenÒ in einem "akzeptablen KompromißÒ erreicht worden.Ungeachtet der Vereinbarung gehe die Arbeit der Unternehmensführung am "SanierungskonzeptÒ weiter.Bis 2000 will Adtranz 1800 der noch 7800 Arbeitsplätze streichen.

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